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Seit 2015 im Amt: AfD-Schatzmeister tritt zurück | BR24

© pa/dpa/Hauke-Christian Dittrich

Seit 2015 im Amt: AfD-Schatzmeister tritt zurück

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    Seit 2015 im Amt: AfD-Schatzmeister tritt zurück

    Der Bundesschatzmeister der AfD, Fohrmann, hat aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Im April waren Ermittlungen gegen ihn bekannt geworden. In dem Verfahren geht es um fragwürdige Werbemaßnahmen.

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    Der Bundesschatzmeister der AfD, Klaus Fohrmann, hat sein Amt niedergelegt. Fohrmann habe beim Parteikonvent erklärt, er wolle aus persönlichen Gründen zurücktreten, wie AfD-Sprecher Bastian Behrens mitteilte. Den Posten übernehme nun sein bisheriger Stellvertreter, Carsten Hütter.

    Fohrmann war seit 2015 ununterbrochen Bundesschatzmeister der Partei. Er ist Gründungsmitglied der AfD-Landesverbands Hamburg, wo er seit mehr als 30 Jahren eine Steuerberaterpraxis hat. Fohrmann gehörte zu den Unterzeichnern des Appells gegen den "exzessiv zur Schau gestellten Personenkult" um den Thüringer Landeschef Björn Höcke.

    Ermittlungen wegen Verstoß gegen Parteiengesetz

    Im April 2019 bestätigte die Staatsanwaltschaft Berlin Ermittlungen gegen Fohrmann wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Parteiengesetz. Dabei geht es laut Staatsanwaltschaft um fragwürdige Werbemaßnahmen im Wert "einer Gesamtsumme im unteren sechsstelligen Bereich".

    Medienberichten zufolge handele es sich dabei um Wahlkampfhilfen eines Vereins, der mithilfe der Schweizer Werbeagentur Goal jahrelang Werbung für die AfD gemacht haben soll. Unter anderem habe der Verein der Partei im Bundestagswahlkampf 2017 offenbar Tausende Exemplare einer rechten Wochenzeitung als Wahlkampfmaterial zur Verfügung gestellt.

    Angespannte Finanzlage

    Die Finanzlage der AfD ist seit längerem angespannt. Im Dezember hatte Fohrmann einem Medienbericht zufolge die Mitglieder der Partei um zusätzliches Geld gebeten.

    Wegen illegaler Parteispenden war die AfD vom Bundestag zu Strafzahlungen verpflichtet worden. Nach früheren Angaben Fohrmanns bildete die AfD sei Anfang 2018 für mögliche Strafzahlungen - auch in anderen Fällen - Rücklagen in Höhe von insgesamt einer Million Euro.