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Bildrechte: Uncredited/Soccorso Alpino e Speleologico Piemontese/dpa

Mehrere Menschen haben bei einem Seilbahn-Unglück am Lago Maggiore im norditalienischen Piemont ihr Leben verloren.

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Seilbahn-Unglück in Italien: Zahl der Toten auf 14 gestiegen

In der italienischen Region Piemont ist eine Seilbahnkabine herabgestürzt. Dabei sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Ein Kind überlebte schwer verletzt.

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Von
  • BR24 Redaktion

Trauriger Pfingstsonntag in Italien: Bei einem Seilbahn-Absturz am Lago Maggiore im Norden des Landes sind 14 Menschen ums Leben gekommen. Unter ihnen war auch ein neunjähriges Kind, das Stunden nach dem Unglück im Krankenhaus von Turin seinen schweren Verletzungen erlag, wie der Rettungsdienst am Abend mitteilte. Ein weiteres Kind wurde demnach noch im Krankenhaus behandelt.

Die Seilbahn-Kabine mit ihren 15 Insassen war auf der Strecke von Stresa zum Berg Mottarone aus großer Höhe auf den Boden gestürzt, wie ein Sprecher der Rettungskräfte berichtete. Das Unglück geschah rund 300 Meter vor dem Gipfel. Zunächst hieß es, dass elf Fahrgäste an Bord waren, die Zahl wurde jedoch nach oben korrigiert.

Der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge wurde der Absturz der Kabine vermutlich durch einen Kabelriss im obersten Bereich der Strecke verursacht. Die Unglücksstelle ist nur schwer zugänglich. Ein Foto der Feuerwehr zeigte die abgestürzte Kabine in einem Waldstück. Laut Bergrettung waren zwei Hubschrauber im Einsatz.

Politiker drücken Anteilnahme aus

"Mit großer Trauer habe ich von dem tragischen Unfall der Stresa-Mottarone-Seilbahn erfahren", teilte Italiens Ministerpräsident Mario Draghi mit. Er drückte den Familien der Opfer sein Beileid aus. Auch Außenminister Luigi Di Maio und andere aus dem Kabinett Draghi zeigten sich via Twitter bestürzt über das Unglück.

Aus Brüssel twitterte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni, die Tragödie versetze einen in Trauer - an einem Sonntag, der eigentlich für die Hoffnung stehen sollte. EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Parlamentspräsident David Sassoli drückten ebenfalls ihre Anteilnahme aus.

Seilbahn wurde von 2014 bis 2016 renoviert

Die Seilbahn wurde 1970 eröffnet und zwischen 2014 und 2016 generalsaniert. Im Corona-Lockdown stand die Anlage still, erst kürzlich nahm sie wieder den Betrieb auf.

Der Monte Mottarone ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Der 1.491 Meter hohe Berg bietet einen schönen Blick auf den Lago Maggiore und die Alpen. Dort oben befindet sich auch ein kleiner Freizeitpark mit einer Achterbahn für Kinder.