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Segeltour nach New York: Greta zur Atlantikreise aufgebrochen | BR24

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Heute Nachmittag soll's losgehen: Von Plymouth aus reist Klima-Aktivistin Great Thunberg über den Atlantik nach New York. Sie fliegt nicht, also segelt sie.

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Segeltour nach New York: Greta zur Atlantikreise aufgebrochen

Klimaaktivistin Greta Thunberg ist in Richtung New York in See gestochen. Von Plymouth aus startete sie mit dem deutschen Skipper Boris Herrmann zur Reise über den Nordatlantik. Vor ihr stehen zwei anspruchsvolle Segelwochen.

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Die große Reise über den Atlantik beginnt: Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist von Großbritannien aus in Richtung New York aufgebrochen. Gemeinsam mit den beiden Profiseglern Boris Herrmann und Pierre Casiraghi legte die 16-Jährige mit der Hochseejacht "Malizia II" in Plymouth in Südengland ab. Die Jacht ist ausgestatteten mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen und damit weitgehend klimaneutral.

An Bord befinden sich auch Thunbergs Vater Svante und der Filmemacher Nathan Grossman, der eine Dokumentation über die Tour plant. Die Reise dürfte rund zwei Wochen dauern.

Skipper Herrmann Greta-Fan

Der deutsche Skipper Herrmann sagte im Interview mit tagesschau24, er bewundere den Mut von Thunberg. Die Entscheidung für eine solche Reise zeige ihre Entschlossenheit, Entbehrungen in Kauf zu nehmen, um möglichst emissionsfrei nach New York zu kommen. "Sie hätte auch auf einer normalen Segeljacht eine eigene Kajüte mit Air-Condition und Dusche haben können." Das habe sie jedoch nicht auf einer Jacht, die über Solarpanele nur wenig Strom produziere und die möglichst schnell Hurrikans und anderen Stürmen ausweichen könne.

Herrmann sagte, er sei ein großer Greta-Fan. Er unterstütze sie und ihr Anliegen, weil im Klimaschutz dringend etwas passieren müsse. "Das ist im Moment die wichtigste Herausforderung der Menschheit", so Herrmann.

Klimaschonende Alternative zum Fliegen

Die Klimaaktivistin Thunberg hält Kreativität für ihr Erfolgsrezept. "Am Anfang hat man meine Stimme nicht gehört. Ich habe es weiter versucht, bis ich meinen Weg gefunden hatte, damit man mir zuhört. Man muss kreativ sein", sagte die 16-Jährige zu Journalisten und Schaulustigen, kurz bevor sie an Bord ging.

Thunberg fliegt nicht, weil Flugreisen immense Mengen Treibhausgase ausstoßen. Deshalb hatte sie länger nach einer klimaschonenderen Alternative für die Reise nach Amerika gesucht, wo sie unter anderem im September am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen will.

Jahrestag des Beginns ihrer Protestaktion

Ende Juli hatte Thunberg schließlich bekanntgegeben, mit der "Malizia II" über den Atlantik reisen zu wollen. Der Start von Thunbergs Reise fällt beinahe genau auf den Jahrestag des Beginns ihrer Protestaktion: Am 20. August 2018 hatte sich die damals 15-Jährige vor den Stockholmer Reichstag gesetzt, um eine beherztere Klimapolitik Schwedens sowie ein Einhalten der Pariser Klimaziele einzufordern.

Aus der Protestaktion hat sich die internationale Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" entwickelt. Abertausende vor allem junge Menschen protestieren seit Monaten regelmäßig für mehr Klimaschutz. Auch in Deutschland gehen freitags viele Schüler und Studenten, aber auch Forscher und andere Anhänger nach dem Vorbild Thunbergs zum Klimaprotest auf die Straße.