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Seenotrettung: "Lifeline"-Kapitän Reisch freigesprochen | BR24

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"Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch ist in Malta vom Vorwurf der falschen Registrierung seines Seenotrettungsschiffes freigesprochen worden. Das teilte Reisch auf Twitter mit.

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Seenotrettung: "Lifeline"-Kapitän Reisch freigesprochen

"Lifeline"-Kapitän Reisch ist in Malta vom Vorwurf der falschen Registrierung seines Rettungsschiffes freigesprochen worden. In erster Instanz wurde er noch zu einer Geldstrafe verurteilt. Auch das beschlagnahmte Schiff wird nun wieder freigegeben.

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Der deutsche Kapitän des Rettungsschiffs "Lifeline", Claus-Peter Reisch, hat rund anderthalb Jahre nach einer Rettungsaktion im Mittelmeer einen Berufungsprozess gegen eine Geldstrafe in Malta gewonnen. "Wow, unglaublich. Ich habe gewonnen", erklärte Reisch im Online-Dienst Twitter.

Auch bei der Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" war die Freude nach dem Urteil groß. Lifeline-Sprecher Axel Steier sagte, es handle sich um einen "einwandfreien Freispruch".

Behörden müssen Schiff freigeben

Die Behörden müssen nun auch das Schiff "Lifeline" wieder freigegeben, das bisher in Malta an der Kette lag. Allerdings könne es nicht mehr eingesetzt werden, weil es die Anforderungen für eine Flagge nicht mehr erfülle, erklärte Steier. Die NGO habe aber ein neues Schiff. Die "Rise Above" - ein ehemaliges Torpedofangboot - werde gerade in Norddeutschland hergerichtet. Der erste Einsatz soll im Frühjahr sein.

Mehr als 200 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet

Reisch und seine Crew hatten 234 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet und mussten tagelang auf die Erlaubnis für einen Hafen warten. Nach dem Einlaufen in Valetta auf Malta war Reisch dann zunächst kurzzeitig festgenommen worden. Ihm war vorgeworfen worden, sein Seenotrettungsschiff falsch registriert zu haben. In erster Instanz war er deswegen im Mai 2019 zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt worden, er ging aber in Berufung.