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Seehofer will syrische Heimaturlauber abschieben | BR24

© dpa-Bildfunk

Horst Seehofer

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    Seehofer will syrische Heimaturlauber abschieben

    Bundesminister Seehofer zieht in Erwägung, syrische Asylbewerber, die nach ihrer Flucht regelmäßig aus privaten Gründen in die Heimat reisen, abzuschieben. Wer in Syrien Urlaub mache, der könne sich nicht darauf berufen, dort verfolgt zu werden.

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    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bringt Abschiebungen für solche Asylbewerber aus Syrien ins Spiel, die nach ihrer Flucht regelmäßig aus privaten Gründen dorthin zurückkehren. "Wer als syrischer Flüchtling regelmäßig in Syrien Urlaub macht, der kann sich ja nicht ernsthaft darauf berufen, in Syrien verfolgt zu werden. Dem müssen wir seinen Flüchtlingsstatus entziehen", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag".

    Reisen ins Herkunftland führen zur Überprüfung des Flüchtlingsstatus

    Wenn dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Reisen in das Herkunftsland bekannt würden, werde in der Behörde unverzüglich ein Widerruf des Flüchtlingsstatus geprüft, sagte er. Zudem beobachte man intensiv die Entwicklung in Syrien. Seehofer: "Wenn es die Lage erlaubt, werden wir Rückführungen durchführen."

    Sicherheitslage in Syrien wird im Herbst neu bewertet

    Im Juni hatten sich die Innenminister von Bund und Ländern sich auf eine Verlängerung des Abschiebestopps nach Syrien geeinigt. Zunächst bis Ende des Jahres sollen keine Flüchtlinge in das Krisengebiet zurückgebracht werden. Bis zum Herbst soll der Bund eine Neubewertung der Sicherheitslage in Syrien vorlegen. Dann wird es möglicherweise wieder Abschiebungen geben.

    Größte Gruppe der Asylantragsteller stammt weiterhin aus Syrien

    Etwa 780.000 Syrer sind in den vergangenen Jahren nach Deutschland geflohen. Mehr als acht Jahre tobt der verheerende Krieg schon, inzwischen haben die Truppen von Präsident Baschar al-Assad viele Gebiete wieder unter ihrer Kontrolle.

    Die Zahl der neuen Asylanträge in Deutschland ist im Jahresvergleich weiter rückläufig: Im Juli sind laut Bundesinnenministerum insgesamt 14.108 Erst- und Folgeanträge registriert worden. Dies waren 7,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die wichtigsten Herkunftsländer der Antragsteller waren Syrien, der Irak und die Türkei.