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Bundesinnenminister Horst Seehofer will sich derzeit nicht mit Astrazeneca impfen lassen.

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    Seehofer will derzeit keine Impfung mit Astrazeneca

    Bundespräsident Steinmeier vertraut dem Corona-Impfstoff Astrazeneca. Innenminister Seehofer dagegen ist skeptisch und sagt nach einer Empfehlung von Gesundheitsminister Spahn, er lasse sich nicht bevormunden.

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    • BR24 Redaktion

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich derzeit nicht mit Astrazeneca impfen lassen. Der 71-Jährige hatte der "Bild"-Zeitung gesagt: "Die Antwort auf die Aufforderung von Jens Spahn lautet nein." Ihm gehe es dabei jedoch nicht um eine Bewertung des Impfstoffs an sich. "Ich lasse mich nicht bevormunden", sagte Seehofer.

    Der Bundesgesundheitsminister hatte dem Bericht zufolge in der Kabinettssitzung am Mittwoch seine über 60-jährigen Ministerkollegen aufgefordert, sich als vertrauensbildende Maßnahme mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen zu lassen.

    Steinmeier mit Astrazeneca geimpft

    Diesem Ratschlag ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gefolgt. Er hat am Donnerstag seine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin bekam der 65-jährige den Impfstoff von Astrazeneca verabreicht, wie das Bundespräsidialamt mitteilte. Steinmeier sagte im Anschluss: "Ich vertraue den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen." Er forderte die Menschen in Deutschland dazu auf, sich ebenfalls impfen zu lassen.

    "Das Impfen ist der entscheidende Schritt auf dem Weg aus der Pandemie", sagte Steinmeier nach seiner Impfung. "Nutzen Sie die Möglichkeiten - machen Sie mit", appellierte der 65-Jährige.

    Spahn erfreut über Impfung Steinmeiers

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigte sich erfreut über die Impfung der Bundespräsidenten. Steinmeier schütze sich damit und sei außerdem ein Vorbild. Der Gesundheitsminister erklärte zudem, dass er sich grundsätzlich auch mit dem Astrazeneca-Impfstoff impfen lassen würde.

    Bund und Länder hatten am Dienstag nach einer entsprechenden Empfehlung der Ständigen Impfkommission beschlossen, dass das Astrazeneca-Vakzin in der Regel nur noch an Menschen über 60 Jahren verimpft werden soll. Hintergrund sind Thrombosefälle vor allem bei jüngeren Frauen. Spahn zeigte sich überzeugt, dass sich bei den über 60-Jährigen viele Menschen für eine Impfung mit Astrazeneca entscheiden. Er sei "sehr sicher, wir werden ausreichend Menschen finden, die diesen Schutz auch gerne annehmen". Wenn die Entscheidung zu dem Impfstoff erläutert werde, gebe es auch viel Verständnis.

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