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Seehofer nach Chemnitz: Migration "Mutter aller Probleme" | BR24

© dpa-Bildfunk/Ralf Hirschberger

CSU-Chef Horst Seehofer

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Seehofer nach Chemnitz: Migration "Mutter aller Probleme"

Nach den Vorfällen in Chemnitz hat Bundesinnenminister Seehofer laut Berichten auf der CSU-Klausur Verständnis für die Demonstranten in Sachsen geäußert. Außerdem soll er die Migration als "Mutter aller Probleme" bezeichnet haben.

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Wie die "Welt" unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtete, sagte Seehofer am Rande der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im brandenburgischen Neuhardenberg, er habe Verständnis, wenn sich Leute empörten, das mache sie noch lange nicht zu Nazis. Zudem sprach er demnach von der Migration als "Mutter aller Probleme".

Seehofer erinnert an "brutales Verbrechen"

Mit Blick auf die Vorfälle sagte Seehofer einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge intern: "An erster Stelle steht ein brutales Verbrechen". Da würden Debatten geführt, in denen das ursprüngliche Verbrechen gar keine Rolle mehr spiele, sagte er demnach.

Parteivorsitzender auch nach der Wahl

In einem weiteren Interview mit der Rheinischen Post erklärte Seehofer, die Messerattacke von Chemnitz wühle ihn auf. Er wäre, wenn er nicht Minister wäre, "als Staatsbürger auch auf die Straße gegangen - natürlich nicht gemeinsam mit Radikalen." Seehofer bekräftigte zudem, er wolle auch nach der Landtagswahl in Bayern CSU-Chef bleiben.

"Eines habe ich in den vergangenen Wochen wieder gelernt. Wer in Berlin für die CSU wesentliche Anliegen durchsetzen will, der muss Parteivorsitzender sein." Horst Seehofer in der Rheinischen Post

Kritik an langem Schweigen des Bundesinnenministers

Der Innenminister war von einigen Bundespolitikern vergangene Woche für sein langes Schweigen zu den Vorfällen in Chemnitz kritisiert worden.

Nach der Tötung eines 35-Jährigen hatte es in Chemnitz in den vergangenen Tagen mehrfach Kundgebungen und Aufmärsche rechter Gruppen gegeben. Es kam dabei auch zu Angriffen auf Ausländer und Journalisten. Zwei mutmaßlich aus Syrien und dem Irak stammende Männer sitzen wegen des Tötungsdelikts in Untersuchungshaft. Nach einem dritten Tatverdächtigen wird seit Dienstag gefahndet.

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  • BR24 Redaktion
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