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Sea-Eye-Retter schlagen Alarm: Sturm naht, kein Hafen in Sicht | BR24

© dpa-Bildfunk

Gerettete Flüchtlinge auf der "Alan Kurdi"

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Sea-Eye-Retter schlagen Alarm: Sturm naht, kein Hafen in Sicht

Die Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye hat dringend eine Lösung für ihr Schiff mit geretteten Flüchtlingen gefordert: Weil kein Hafen sie anlaufen lasse, müssten die Menschen "unhaltbare Bedingungen" ertragen. Zudem nähere sich ein Sturm.

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Das Schicksal der 64 Flüchtlinge auf der "Alan Kurdi" bleibt auch am fünften Tag nach ihrer Rettung ungewiss. Die Regensburger Hilfsorganisation Sea Eye rief Malta dazu auf, die vor der libyschen Küste aus Seenot Geretteten aufzunehmen.

Wegen der Blockade auf dem Mittelmeer müssten die Menschen "unhaltbare humanitäre Bedingungen ertragen", erklärte Sprecherin Carlotta Weibl in Rom. "Sie müssen teilweise draußen an Deck schlafen und sind Wind, Wellen und Kälte ausgesetzt. Ein nahender Sturm wird die Menschen in große Gefahr bringen." Zudem seien die Vorräte bald aufgebraucht.

"Wir hoffen, dass sich die politischen Gemüter schnell beruhigen, um zu tun, was menschlich ist", schrieb die Organisation auf Twitter in einem Appell an den maltesischen Premierminister Joseph Muscat.

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Weitere Information zur Verweildauer

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Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat das Auswärtige Amt um Hilfe bei der Unterbringung von 64 vor Libyen geretteten Migranten gebeten. Sie sind an Bord der "Alan Kurdi" und dürfen derzeit nirgendwo anlegen.

Italien und Malta verweigern Einfahrt

Das Schiff "Alan Kurdi" hatte am Mittwoch 64 Migranten vor Libyen aufgenommen. Nachdem die Regensburger Organisation in Italien keine Erlaubnis zur Einfahrt bekommen hatte, fuhr das Schiff erneut Richtung Malta. Ein Sprecher der Regierung in Valletta sagte am Samstag lediglich, die Lage werde beobachtet.

Zuvor hatte Malta dem Schiff, das unter deutscher Flagge fährt, das Anlegen verboten. Das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt in Berlin gaben am Wochenende keine neuen Informationen zu dem Fall.