Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Schwuler Bürgermeister will Präsident der USA werden | BR24

© BR

Der offen homosexuelle US-Politiker Pete Buttigieg will bei der Präsidentenwahl 2020 für die Demokraten antreten. Dies gab der Bürgermeister von South Bend im US-Bundesstaat Indiana bei einer Kundgebung

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Schwuler Bürgermeister will Präsident der USA werden

Der 37-jährige Pete Buttigieg ist der nächste Bewerber der Demokraten für die Wahl des US-Präsidenten im Jahr 2020. Der Bürgermeister der 100.000-Einwohner-Stadt South Bend ist der erste sich offen zu seiner Homosexualität bekennende Kandidat.

Per Mail sharen
Teilen

Der offen homosexuelle US-Politiker Pete Buttigieg will bei der Präsidentenwahl 2020 für die Demokraten antreten. Dies gab der Bürgermeister der Kleinstadt South Bend im US-Bundesstaat Indiana bei einer Kundgebung in South Bend bekannt. Buttigieg schließt sich damit mehr als einem Dutzend Kandidaten bei den Demokraten an, die im kommenden Jahr gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump antreten wollen.

Heikle Themen im konservativen Amerika

Zum Auftakt seiner Kampagne will der jugendlich auftretende Buttigieg mit heiklen Themen wie dem christlichen Glauben und sexueller Identität punkten. Er trete an, um "eine andere Geschichte zu erzählen, als 'Macht Amerika wieder großartig'", sagte der 37 Jahre alte Demokrat und äußerte sich damit kritisch zu Trumps Wahlspruch "Make America Great Again". Buttigieg, der seinen Ehemann oft in Reden erwähnt, sagte weiter:

"Lasst es Euch von Chasten und mir sagen, du bist nicht frei, solange dir der Beamte im Standesamt sagt, wen du heiraten darfst, nur wegen seiner eigenen Vorstellungen, seiner politischen Überzeugung." US-Politiker Pete Buttigieg

Oxford-Stipendiat und Afghanistan-Veteran

Buttigieg ist Veteran des Afghanistankrieges und studierte mit einem Stipendium in Oxford. Der Demokrat ist seit 2012 Bürgermeister von South Bend. In seine Amtszeit fällt ein wirtschaftlicher Aufschwung der Industriestadt im Nordwesten der USA. Würde er die Wahl 2020 gewinnen, wäre er der jüngste und der erste offen homosexuelle Präsident in der Geschichte des Landes.

Vorwahlen erst in einem Jahr

Die Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die eigentliche Präsidentschaftswahl im November 2020 festlegen, beginnen erst in rund einem Jahr. Für das parteiinterne Rennen haben bereits viele ihre Kandidatur bekanntgegeben. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Amy Klobuchar sowie der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der im vergangenen Jahr im Rennen um einen Senatssitz viel Schlagzeilen gemacht hatte. Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten war und damals Hillary Clinton unterlag, will einen weiteren Versuch starten. Weitere Namen sind im Gespräch. Unter anderem wird über eine Kandidatur des früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden spekuliert. Bei Umfragen in Iowa und New Hampshire lag Buttigieg zuletzt hinter Biden und Sanders mit einigem Abstand auf Platz 3.