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Schwesig legt wegen Krebserkrankung SPD-Vorsitz nieder | BR24

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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Brustkrebs und legt deswegen ihr Amt als kommissarische SPD-Chefin nieder. Das gab sie bei einer Kabinettssitzung in Schwerin bekannt.

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Schwesig legt wegen Krebserkrankung SPD-Vorsitz nieder

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Brustkrebs und legt deswegen ihr Amt als kommissarische SPD-Chefin nieder. Das gab sie bei einer Kabinettssitzung in Schwerin bekannt.

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Manuela Schwesig legt ihr Amt als kommissarische SPD-Chefin nieder. Bei der 45-Jährigen ist Brustkrebs diagnostiziert worden. Das gab sie in einer Kabinettssitzung in Schwerin bekannt.

Auch als Ministerpräsidentin muss Schwesig nun kürzertreten

Sie bleibt Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, wird aber auch in diesem Amt kürzertreten.

"Die gute Nachricht ist: Dieser Krebs ist heilbar. Allerdings ist dafür eine medizinische Behandlung notwendig. Dies wird dazu führen, dass ich in den kommenden Monaten nicht an allen Tagen öffentliche Termine wahrnehmen kann. Ich habe deshalb die Ministerinnen und Minister gebeten, mich an diesen Tagen zu vertreten." Manuela Schwesig (SPD)

Fokus auf Gesundheit, Familie - und Mecklenburg-Vorpommern

Sie sei sehr zuversichtlich, dass sie wieder vollständig gesund werde.

"Allerdings ist auch klar, dass ich in den kommenden Monaten meine Kräfte auf Mecklenburg-Vorpommern, meine Gesundheit und meine Familie konzentrieren muss. Deshalb werde ich meine Parteiämter auf Bundesebene niederlegen." Manuela Schwesig (SPD)

Genesungswünsche von Kanzlerin Merkel

Schwesig erhielt zahlreiche Genesungswünsche, etwa von Parteikollegen und anderen Politikern wie Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Ich habe mit ihr telefoniert und ihr von Herzen gewünscht, dass sie wieder ganz gesund wird, dazu Kraft und Zuversicht in dieser schwierigen Zeit", ließ Merkel mitteilen.

Schwesig startete in der Politik durch

Schwesig hatte sich in den vergangenen zehn Jahren im Eilzugtempo in die erste Reihe der deutschen Politik vorgearbeitet. Nach nur vier Jahren als Stadtvertreterin in Schwerin wurde sie 2008 - gerade 34 Jahre alt - Sozialministerin Mecklenburg-Vorpommerns und 2013 Bundesfamilienministerin. Nach nur sechs Jahren Parteizugehörigkeit war Schwesig 2009 als Hoffnungsträgerin der Ost-SPD Bundesvize ihrer Partei geworden.

Im Sommer 2017 gab sie ihr Ministeramt in Berlin vorzeitig auf und übernahm vom damals an Krebs erkrankten Erwin Sellering (SPD) auf dessen Wunsch das Amt des Ministerpräsidenten. Doch auch in ihrer neuen Funktion blieb die heute 45-Jährige bundespolitisch aktiv und trat dabei vorrangig als Fürsprecherin für die Interessen der Ostdeutschen in Erscheinung.

Nach Nahles-Rücktritt: Kommissarischer SPD-Vorsitz zu dritt

Seit Anfang 2019 ist Schwesig gemeinsam mit Hermann Gröhe (CDU) Vorsitzende des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat. Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles im Juni 2019 führte sie die SPD gemeinsam mit Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel kommissarisch.