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Schwerverletzte bleiben vorerst auf Madeira | BR24

© dpa/pa

An der Unglückstelle werden Beton-Sperren auf die Straße gestellt

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    Schwerverletzte bleiben vorerst auf Madeira

    Flaggen auf Halbmast, eine Schweigeminute für die Toten: In Portugal wird der Opfer des Busunfalls von Madeira gedacht. Die ersten Schwerverletzten sollen frühestens morgen ausgeflogen werden.

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    Die nach dem Busunglück in Madeira noch im Krankenhaus liegenden 14 Deutschen werden frühestens morgen in die Heimat zurückgebracht. Das hat das Krankenhaus empfohlen, so Miguel Reis von der Klinikleitung des Hospitals Dr. Nélio Mendonça in Funchal.

    Zwei Verletzte noch auf der Intensivstation

    Neben den Deutschen wurden auch zwei Portugiesen weiter stationär behandelt. Der Zustand aller sei stabil. Zwei der Verletzten liegen aber noch auf der Intensivstation. 29 Menschen starben bei einem Busunglück auf Madeira - die meisten von ihnen waren Deutsche.

    Flugzeug der Bundeswehr steht bereit

    Für die Rückkehr der Verletzten stehe ein Flugzeug der Bundeswehr bereit, so das Auswärtige Amt. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Verletzten, die transportfähig sind, nach Hause zu bringen", hatte Bundesaußenminister Heiko Maas nach seinem Besuch auf Madeira zuvor gesagt.

    Angehörige der Opfer reisen nach Angaben des Reiseveranstalters trendtours auf die Insel. Leichtverletzte könnten umgehend die Heimreise antreten, erklärte der Veranstalter: "Wir haben für unsere Gäste ausreichend Flugkontingente organisiert, so dass jeder auf eigenen Wunsch nach Hause reisen kann."

    Unfallursache unklar

    Der Reisebus mit Dutzenden deutschen Urlaubern war am frühen Mittwochabend in dem Ort Caniço nahe Funchal von der Straße abgekommen, hatte sich überschlagen und war einen Abhang hinunter auf ein Haus gestürzt. Die Gruppe wollte zu einem typisch madeirischen Abendessen in Funchal und hatte gerade erst das Hotel verlassen, als der Unfall geschah.

    Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sind wahrscheinlich 27 der 29 Toten deutsche Staatsangehörige. Die Ursache des Unfalls ist unklar. Der Busfahrer, der das Unglück schwer verletzt überlebte, konnte portugiesischen Medienberichten zufolge zunächst nicht vernommen werden.

    In ganz Portugal galt derweil eine dreitägige Staatstrauer zum Gedenken an die Todesopfer. Auch vor dem Hotel Quinta Splendida, in dem die Urlauber wohnten, hingen die Flaggen auf halbmast.

    In Funchal hatte die deutschsprachige evangelische Gemeinde zu einer Trauerfeier in die Kirche Igreja Presbiteriana eingeladen. Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa legte am Unfallort einen großen Kranz mit pfirsichfarbenen Rosen und einer großen rot-grünen Schleife nieder und hielt eine Schweigeminute für die Opfer ab.