BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Schwachpunkte des neuen Klimavertrags | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Schwachpunkte des neuen Klimavertrags

Klimawissenschaftler Ottmar Edenhofer geht in der Bayern 2-radioWelt von einem neuen Klimavertrag aus. Doch unsicher ist, wie die darin vereinbarten Ziele erreicht werden sollen. Lösungen sieht er in künftigen Beratungen der G20-Staaten.

Per Mail sharen

Der Klimaforscher Ottmar Edenhofer hält den vorgelegten Entwurf für das angestrebte weltweite Klimaschutzabkommen für nicht ausreichend. In der Bayern 2-radioWelt hat er die zwei kritischen Punkte hervorgehoben, die den angestrebten Klimavertrag aufweichen.

"Der kritischste Punkt ist, dass die freiwilligen Selbstverpflichtungen der Länder erst im Jahr 2023 überprüft werden sollen, das ist aus meiner Sicht besorgniserregend." Ottmar Edenhofer, Klimaforscher

Vertrag ist wichtig, aber die Umsetzung essentiell

Edenhofer rechnet damit, dass unter französischer Leitung ein Vertrag zustande kommt. Aber alle wüssten, dass die freiwilligen Selbstverpflichtungen "mitnichten ausreichen, um auch nur annähernd das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen." Bis 2023 könne man viele Kohlekraftwerke bauen, die spätere CO2-Reduzierungen unmöglich machten. Deshalb müssten die Selbstverpflichtungen der Länder sofort überprüft werden, so Edenhofer.

Als weiteren Schwachpunkt des vorgelegten Vertragsentwurfs nannte der Klimaforscher, dass offengelassen werde, wann die Emissionen genau sinken sollen. "Man sagt jetzt in dem Entwurf, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts sollten wir Emissionsneutralität erreichen." Wie das zu erreichen sei, bleibe weiterhin offen.