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Schulze zu UN-Klimakonferenz: Wir können alle noch mehr tun | BR24

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Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist zur Schlussphase der UN-Klimakonferenz nach Madrid gereist. Das deutsche Klimaschutzgesetz ist ihrer Meinung nach ein wichtiger Schritt. Dennoch: "Was wir bis jetzt getan haben, reicht noch nicht!"

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Schulze zu UN-Klimakonferenz: Wir können alle noch mehr tun

Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist zur Schlussphase der UN-Klimakonferenz nach Madrid gereist. Das deutsche Klimaschutzgesetz ist ihrer Meinung nach ein wichtiger Schritt. Dennoch: "Was wir bis jetzt getan haben, reicht noch nicht!"

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) geht zuversichtlich in die Schlussphase der UN-Klimakonferenz in Madrid. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte sie:

Ich hoffe sehr, dass das ein Erfolg wird. Weil das Allerwichtigste ist im Moment, dass wir uns auf das nächste Jahr vorbereiten. Das Pariser Klimaschutzabkommen sagt ja, dass alle fünf Jahre alle Staaten nochmals überprüfen: Reicht das eigentlich, was wir tun? Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Schulze: Jeder muss im nächsten Jahr mehr machen

Die Bundesumweltministerin betonte, es gehe um einen Austausch darüber, was die Staaten konkret planten und was die Regeln dafür seien. Jeder müsse jetzt das leisten, was er könne, so Schulze. Und dann werde immer wieder nachgesteuert. In Deutschland sei das bereits im Klimaschutzgesetz so verankert, sagte die Ministerin, und das sei auch weltweit so: "Jeder muss im nächsten Jahr mehr machen."

Deutschland mit Vorreiterrolle beim Klimaschutz

In dem Zusammenhang verteidigte Schulze die Klimavorhaben der Bundesregierung. Die SPD-Politikerin verwies zudem darauf, dass Deutschland das einzige Land sei, das gleichzeitig aus Kohle- und aus Atomkraft aussteige.

Das Klimapaket wird hier [in Madrid] sehr gelobt, weil wir für jeden einzelnen Bereich - für den Verkehr, für die Gebäude, für die Industrie - ganz klar sagen, wie viel CO2 sie noch ausstoßen dürfen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Minister müssen CO2-Reduktion in ihrem Bereich einhalten

Werden in einem dieser Bereiche die Vorgaben nicht eingehalten, dann müsse der zuständige Minister sofort ein Programm vorlegen, wie denn CO2 weiter reduziert werden soll.

Lob für Green Deal von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen

Schulze lobte den Green Deal, den die neue EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen vorgestellt hat: "Ich glaube, dass die Botschaft daraus ganz klar ist: Europa nimmt den Klimaschutz sehr ernst. Wir zeigen, dass wir da auch global eine Führungsrolle haben. Dass auf uns geschaut wird, ist vollkommen klar, und wir wollen dieser Verantwortung jetzt auch gerecht werden."