BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Schulze hält Fördergeld für Regenwald in Brasilien zurück | BR24

© picture alliance / Photoshot

Verkohlte Baumstüpfe im brasilianischen Amazonasgebiet

Per Mail sharen

    Schulze hält Fördergeld für Regenwald in Brasilien zurück

    Das Bundesumweltministerium zahlt vorerst weiterhin kein Geld für das brasilianische Amazonas-Gebiet. Begründung: Es fehle die gemeinsame Grundlage, wie der Schutz des zunehmend bedrohten Regenwalds gewährleistet werden kann.

    Per Mail sharen

    Das Bundesumweltministerium lässt seine Fördergelder für das brasilianische Amazonasgebiet trotz Vorstößen der brasilianischen Regierung vorerst auf Eis liegen. Ein Sprecher des Umweltministeriums betonte, eine Wiederaufnahme der Zahlung zur Förderung durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) setze voraus, "dass wir eine gemeinsame Vorstellung davon entwickeln, was in den Bereichen Klima- und Biodiversitätsschutz erforderlich ist." Davon jedoch sei man noch "weit entfernt".

    Abholzung und Brandrodung im Regenwald

    Zuvor hatte die brasilianische Regierung entgegen ihrer bisherigen Linie signalisiert, nun doch Geld zum Schutz Amazoniens aus dem Ausland annehmen zu wollen. Lange Zeit hatte Brasilien Hilfsgelder aus dem Ausland zum Kampf gegen die Brände im Amazonasgebiet zurückgewiesen. Es war eine Reaktion auf die internationale Kritik an Abholzung und Brandrodung im größten Regenwald der Welt; beides ist seit der Regierungsübernahme von Präsident Jair Bolsonaro in den vergangenen Monaten stark gestiegen.

    Obwohl also die brasilianische Regierung Vizepräsident von seiner Linie abweicht, bleibt Bundesumweltministerin Schulze bei ihrer Linie: Sie hatte angesichts der verheerenden Brände bereits im August eigene Fördergelder ihres Hauses auf Eis gelegt.

    Auch Amazonien-Fonds infrage gestellt

    Außerdem hatte sie die Frage aufgeworfen, ob man mit dem sogenannten Amazonienfonds zum Schutz des für das Weltklima enorm wichtigen Regenwalds weitermachen könne wie bisher. Deutschland ist mit 55 Millionen Euro an diesem Fonds beteiligt. Die Zuständigkeit liegt aber nicht bei Schulze. Sondern bei Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU).