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Schulgipfel: Laptops für Lehrer sollen zügig kommen | BR24

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"Bayern ist digital gut aufgestellt" - Rundschau-Interview mit dem Bayerischen Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler)

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Schulgipfel: Laptops für Lehrer sollen zügig kommen

Die Schulen sollen digitaler unterrichten - und der Bund will den Ländern bei diesem Ziel helfen. Bei einem Treffen der Kultusminister im Kanzleramt wurden weitere Schritte besprochen. So sollen Lehrer nun rasch Dienstlaptops erhalten.

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Beim so genannten Schulgipfel im Kanzleramt haben sich Bund und Länder auf eine engere Zusammenarbeit bei der Digitalisierung geeinigt. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig, begrüßte nach dem Ende des Treffens am Abend die Bereitschaft der Bundesregierung, noch in diesem Jahr die Beschaffung digitaler Endgeräte für Lehrkräfte zu ermöglichen.

Der Bund will dafür zusätzlich 500 Millionen Euro bereitstellen. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Teilnehmerkreise schreibt, werde dieses Geld vorgestreckt. Nachträglich solle die Finanzierung dann, wie von der großen Koalition ursprünglich vereinbart, aus dem 750 Milliarden Euro schweren Corona-Aufbaufonds der EU erfolgen, den die EU-Mitgliedsstaaten beschlossen hatten. Dieser Fonds muss erst noch aufgebaut werden.

Bekräftigt wurde bei dem Treffen im Kanzleramt außerdem, dass sich der Bund mit 500 Millionen Euro an den Kosten zur Ausbildung und Finanzierung von Administratoren, die sich um die Technik an den Schulen kümmern sollen, beteiligen will.

Bildung ist und bleibt Ländersache

Trotz der verstärkten Kooperation mit dem Bund bleibe der Bildungsföderalismus aber unangetastet, betonte die SPD-Politikerin Hubig. Bund und Länder würden künftig in den bestehenden Strukturen zum Digitalpakt Schule noch intensiver zusammenarbeiten, erklärte Hubig weiter. So sollten etwa bestehende Strukturen in der Lehreraus- und -fortbildung ausgebaut werden, um "praxisorientierte Kompetenzzentren für den digitalen Unterricht zu schaffen".

Perspektiven und Kritik

Auch Regierungssprecher Steffen Seibert betonte, die Zuständigkeit für das Schulsystem liege bei den Bundesländern. Gleichwohl bekenne sich die Bundesregierung zu ihrer Verantwortung, die Länder bei der grundsätzlichen Aufgabe der Digitalisierung der Schulen zu unterstützen sowie sich an Maßnahmen zu beteiligen, "die Schulen, Kindern und Lehrkräften zügig neue und zukunftsweisende Formen des digitalen Lernens ermöglichen sollen".

Die Gesprächsteilnehmer hätten sieben Handlungsstränge identifiziert, an denen Bund und Länder gemeinsam weiterarbeiten wollten, erklärte Seibert. Dazu zählten der zügige Ausbau der Glasfaser-Internetverbindung für alle Schulen und die schrittweise Entwicklung einer Bildungsplattform durch den Bund. Ein weiterer Schulgipfel soll demnach Anfang des kommenden Jahres stattfinden.

Kritik kam vom Verband Bildung und Erziehung. "Der große Wurf ist heute ausgeblieben", sagte der Vorsitzende Udo Beckmann. Er sprach von Absichtserklärungen und fehlendem Bewusstsein für die notwendige Geschwindigkeit.

Auch die Corona-Lage an Schulen war Thema

Thema des Gipfels im Kanzleramt, an dem neben Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bildungsminister der Länder, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek von der CDU und die SPD-Vorsitzende Saskia Esken teilnahmen, waren auch die Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen in den Schulen. Der Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen zum Schuljahresstart sei der richtige Schritt gewesen, erklärte Hubig, die zugleich Verständnis für die Sorgen von Schülern, Eltern und Lehrern mit Blick auf die kalte Jahreszeit äußerte. Für den kommenden Mittwoch habe die Kultusministerkonferenz deshalb zu einem Fachgespräch zum Thema Lüftungshygiene eingeladen. Die Runde war sich einig, dass es vermieden werden müsse, die Schulen erneut flächendeckend zu schließen.

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