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Schulen und Läden zu: Österreich verhängt harten Corona-Lockdown | BR24

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Die österreichische Regierung verschärft wegen explodierender Infektionszahlen die Corona-Maßnahmen verschärfen und verhängt nun einen vollständigen Lockdown.

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Schulen und Läden zu: Österreich verhängt harten Corona-Lockdown

Vom Teil-Lockdown zum Voll-Lockdown: Österreich verschärft seinen Kampf gegen das Coronavirus. Wie im Frühjahr werden nun Schulen sowie Geschäfte geschlossen. Zudem gelten Kanzler Kurz zufolge ganztägig strikte Ausgangsbeschränkungen.

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Von
  • BR24 Redaktion

Angesichts weiter steigender Infektionszahlen verschärft Österreich die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie und geht von einem Teil- zu einem erneuten Voll-Lockdown über. Wie im Frühjahr bei der ersten Corona-Welle soll das öffentliche Leben nun komplett zum Stillstand kommen. Der zweite vollständige Lockdown gilt von Dienstag an bis zum 6. Dezember, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz ankündigte.

Kurz appelliert an Österreicher: Treffen sie niemanden!

Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden demnach auf den ganzen Tag ausgeweitet. Das Verlassen des privaten Wohnraums ist nur aus triftigen Gründen erlaubt, dazu zählen zum Beispiel der Weg zur Arbeit und die Erholung im Freien. Private Treffen sind auf einzelne engste Angehörige oder Bezugspersonen beschränkt. "Meine eindringliche Bitte für die nächsten Wochen ist: Treffen sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel", sagte Kurz.

Alle Geschäfte, die nicht zur Deckung des täglichen Bedarfs nötig seien, müssen schließen. Kindergärten machen ebenfalls dicht, alle Schulen sollen auf Fernunterricht umstellen. Allerdings soll es in den Einrichtungen eine Notbetreuung geben.

Kanzler Kurz warb um Verständnis für die Maßnahmen: "Auch wenn sich niemand einen zweiten Lockdown wünscht, so ist der zweite Lockdown das einzige Mittel, von dem wir verlässlich wissen, dass es funktioniert", sagte Kurz. Wenn man nun nicht "massiv" reagiere, bestünde das Risiko, dass die Infektionszahlen noch weiter steigen. Die Behörden könnten aktuell 77 Prozent der Ansteckungen nicht mehr zurückverfolgen.

Teil-Lockdown in Österreich bislang ohne erwünschte Wirkung

Ähnlich wie Deutschland hatte Österreich Anfang November einen Teil-Lockdown verhängt, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Gastronomie sowie Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen mussten schließen.

Diese Maßnahmen konnten die rasende Ausbreitung des Coronavirus aber nicht eindämmen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg am Freitag auf einen neuen Neagtivrekord von 9.586. Das sind neunmal so viele wie beim Höchststand der ersten Welle.

Mediziner befürchten einen Zusammenbruch der Intensivversorgung. Der Durchschnittswert der Neuansteckungen binnen sieben Tagen lag am Freitag österreichweit bei 554,2 Fällen pro 100.000 Einwohner, regional aber bei bis zu 850.

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