BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© pa/dpa/Weber/ Eibner-Pressefoto
Bildrechte: pa/dpa/Weber/ Eibner-Pressefoto

Maske auf Schülertisch (Symbolbild)

19
Per Mail sharen

    Philologenverband: Decken und Schals im Unterricht wegen Corona

    Schüler werden nach Angaben des Deutschen Philologenverbands in den kommenden Monaten in den Klassenzimmern häufig ihre Mützen, Schals und Jacken anbehalten müssen. Richtiges Lüften sei wichtig, um das Risiko einer Corona-Infektion gering zu halten.

    19
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Wegen der anhaltenden Gefahr durch das Coronavirus hält der Deutsche Philologenverband das Lüften von Klassenzimmern auch im Herbst und Winter für das "A und O". "Für die kalten Monate werden jetzt Pullover, Schals und Decken zur Grundausstattung der Schülerinnen und Schüler gehören", sagte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing der "Bild"-Zeitung.

    Philologenverband: Kultusminister haben zu spät reagiert

    Lehrer und Schüler müssten auf das Zwiebelprinzip setzen und sollten "sich so dick anziehen und dann eventuell nach und nach ausziehen" können.

    Den Kultusministern der Bundesländer warf die Chefin des Philologenverbands vor, zu spät mit den Planungen für die kalten Monate begonnen zu haben. "Sonst hätten die Schulen beispielsweise auch Plexiglasscheiben zwischen den Schülern aufstellen können", sagte sie.

    Meidinger: Manche Bundesländer entziehen sich Schulampel-System

    Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger forderte unterdessen ein bundesweites Corona-Schulampel-System. Die in einigen Bundesländern geltende Regelung, ab 50 Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner auch im Klassenzimmer für ältere Schüler die Maskenpflicht vorzuschreiben, halte er für richtig.

    "Es ist allerdings traurig, dass sich manche Bundesländer so einem Corona-Schulampel-System weiter entziehen. Das heißt, sie weigern sich, die Hygieneschutzmaßnahmen an Schulen automatisch an das Infektionsgeschehen zu koppeln", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

    Corona-Hotspot Schule

    Zudem warnte Meidinger davor, dass sich die Schulen zu Corona-Hotspots entwickeln könnten. Corona-Infektionen würden jetzt auch von Schulen und Schülern ausgehen. "Die von manchen Politikern ständig wiederholte Behauptung, man brauche sich wegen des Infektionsgeschehens an Schulen keine Sorgen zu machen und die bislang wenigen Infektionen würden hauptsächlich von außen in die Schulen getragen, lässt sich aktuell nicht mehr aufrechterhalten", sagte Meidinger.

    Es gebe jetzt eine Reihe von Fällen in Deutschland, wo nicht nur Infektionen innerhalb der Schulen wahrscheinlich seien, sondern wo tatsächlich das Infektionsgeschehen sogar von Schulen und Schülern ausgehe.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!