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28-jähriger ehemaliger Soldat erschießt in Kalifornien 13 Menschen
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BR24 Redaktion
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28-jähriger ehemaliger Soldat erschießt in Kalifornien 13 Menschen

Der Vorfall ereignete sich am späten Mittwochabend (Ortszeit) um etwa 23.20 Uhr in der "Borderline Bar & Grill" in der Stadt Thousand Oaks rund 60 Kilometer westlich von Los Angeles. Die Zeitung "Ventura County Star" berichtete, mindestens 30 Schüsse seien abgefeuert worden.

"Er hat einfach weiter geschossen"

Augenzeugen zufolge schoss der Mann zunächst auf einen Wachmann und auf ein Mädchen am Empfangstresen und feuerte dann mit einer Handfeuerwaffe auf die Gäste des Lokals. Er soll auch Rauchbomben in die gut besuchte Bar geworfen haben. Ein Mann, der sich nach eigenen Angaben in dem Lokal aufhielt, sagte dem Sender ABC, er habe gesehen, wie ein Mann in die Menge geschossen habe. "Er hat einfach weiter geschossen", berichtete der Zeuge.

Die Identität des Angreifers war zunächst unklar. Mittlerweile hat die Polizei bekannt gegeben, dass es sich um einen 28-jährigen ehemaligen Marinesoldaten handelt. Die Polizei geht davon aus, dass er sich selbst erschossen hat. Der Veteran sei wegen "kleiner Vorfälle" in der Vergangenheit Polizei bekannt, sagte der Sheriff des Verwaltungsbezirks Ventura, Geoff Dean. Dazu gehörten ein Autounfall und eine Beschwerde über Ruhestörung, wegen derer ihn die Polizei im vergangenen April aufgesucht habe.

Tanzveranstaltung für College-Studenten

Zum Zeitpunkt der Tat hätten sich mehrere Hundert Menschen in der Country-und-Western-Bar in Thousand Oaks aufgehalten, so die Polizei. Als die die Beamten eintrafen, seien noch immer Schüsse abgegeben worden, sagte Polizeisprecher Garo Kuredjian. Laut der Website der Borderline Bar wurde am Mittwoch ein Tanzkurs angeboten, zudem richtete sich der Abend gezielt an Collegestudenten.

"Es war Chaos"

Nick Steinwender, Präsident der Studentenvertretung der nahegelegenen California Lutheran University, eilte an den Tatort, als er von den Schüssen hörte, weil er wusste, dass sich Freunde und Kommilitonen in der Bar befanden. "Es war Chaos, Leute sind aus Fenstern gesprungen, Leute sind über Tore gesprungen, um rauszukommen", sagte Steinwender dem Sender KABC. Von Leuten in der Bar habe er gehört, dass sie sich in Toilettenräumen und im Dachgeschoss versteckt hätten.