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Schüsse in Halle: Synagoge war Angriffsziel | BR24

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Die MDR-Reporterin Pauline Vestring berichtet live vom Ort der Schießerei in Halle/Saale. Augenzeugen haben gegenüber ihr von Schüssen auf den Eingang der Synagoge berichtet.

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Schüsse in Halle: Synagoge war Angriffsziel

Ein schwer bewaffneter Täter hat nach Angaben des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Halle die Synagoge direkt angegriffen. Weitere Augenzeugen bestätigten, dass auf das Gotteshaus geschossen wurde.

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Bewaffnete haben mitten in Halle/Saale zwei Menschen erschossen und die Flucht ergriffen. Die Stadt Halle sprach von einer "Amoklage".

Die MDR-Reporterin Pauline Vestring erklärte, Augenzeugen hätten ihr gegenüber von Schüssen auf den Eingang der Synagoge im Paulusviertel von Halle berichtet.

Die Verdächtigen versuchten laut "Spiegel"-Bericht, in die Synagoge einzudringen. Max Privorotzki, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle, sagte dem Magazin, die Sicherungsvorkehrungen am Eingang hätten "dem Angriff standgehalten". Gegenwärtig begehen Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt Jom Kippur, den höchsten jüdischen Feiertag. Bis zu 80 Personen seien in der Synagoge gewesen.

Schwer bewaffneter Mann wollte Tür zur Synagoge aufschießen

Privorozki sagte der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten": "Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen." Der Mann habe ausgesehen wie von einer Spezialeinheit.

Bei den in Halle getöteten Menschen handelt es sich um einen Mann und eine Frau. Das bestätigte am Mittwoch eine Polizeisprecherin. Der Mann sei in einem Imbiss erschossen worden, die Frau in der Humboldtstraße in der Nähe eines Friedhofs. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

💡 Jom Kippur: Jüdischer Versöhnungstag

Jom Kippur ist der höchste Festtag im Judentum. Der "Tag der Sühne" steht ganz im Zeichen von Umkehr und Versöhnung: Jüdische Gläubige sollen beten, fasten und Almosen geben - als Ausdruck von Reue und Sorge um ihre Mitmenschen. Auf ein Festmahl mit der Familie folgt mit dem Sonnenuntergang ein etwa 25 Stunden langes Fasten. Der Feiertag beginnt mit einem gemeinsamen Gebet in der Synagoge. Festliche weiße Kleidung soll Reinheit symbolisieren, aber auch an weiße Totengewänder erinnern. In Israel wird an Jom Kippur auch der Opfer des Krieges von 1973 gedacht, als Ägypten und Syrien das Land angegriffen hatten.

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