BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Scholz: "Wir brauchen für lange Zeit eine neue Normalität" | BR24

© ARD

Bundesfinanzminister Scholz hat an die Menschen in Deutschland appelliert, sich an das Leben mit dem Coronavirus zu gewöhnen. Im Ersten sagte Scholz gestern Abend, es brauche für lange Zeit eine neue Normalität.

43
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Scholz: "Wir brauchen für lange Zeit eine neue Normalität"

Bundesfinanzminister Scholz ruft dazu auf, sich an das Leben mit dem Coronavirus zu gewöhnen. Im Ersten sagte Scholz, solange es weder Therapien noch Impfstoffe gebe, müsse man mit dem Virus als Realität in der Gesellschaft leben.

43
Per Mail sharen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat an die Menschen in Deutschland appelliert, sich an das Leben mit dem Coronavirus zu gewöhnen. "Was wir jetzt brauchen, ist für lange Zeit eine neue Normalität", sagte der Vizekanzler am Freitagabend im ARD-"Brennpunkt".

Lernen, mit dem Virus zu leben

Solange es weder Therapien für Schwerkranke noch Impfstoffe gebe, müsse man lernen, mit dem Virus als Realität in der Gesellschaft zu leben. Selbst wenn sich das Leben dann fast wieder normalisiert habe, "wird es nicht so sein wie vorher, weil wir immer darauf achten müssen, dass wir die Ansteckung unter Kontrolle behalten", betonte Scholz.

Beeindruckendes erreicht

Er verteidigte noch einmal die starke Einschränkungen des öffentlichen Lebens. "Wir haben mit diesen massiven Maßnahmen etwas erreicht, wovon viele sehr beeindruckt sind außerhalb Deutschlands, nämlich dass das Infektionsgeschehen zurückgegangen ist", sagte Scholz. Es sei aber nicht sicher, dass diese Entwicklung anhalte. "Deshalb müssen wir jetzt ganz vorsichtig, mit klug diskutierten und klug bedachten Schritten dafür sorgen, dass das soziale Leben wieder wächst."

Vermögensabgabe für Reiche?

Für eine Diskussion darüber, ob Menschen mit einem hohen Einkommen stärker belastet werden sollen, um die Lasten aus der Corona-Krise zu finanzieren, ist es aus Sicht von Scholz noch zu früh. "In der Debatte, die wir jetzt führen, geht es darum, dass wir mit unserem Geld auskommen", sagte der Finanzminister. Klar sei: "Wir können das, was wir jetzt machen, auch bewältigen." Die Schulden, die der Staat aufnehme, könnten wieder abgebaut werden. Wichtig sei, dass dafür keine Sozialleistungen abgebaut oder Investitionen zurückgefahren würden.

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch und SPD-Chefin Saskia Esken hatten eine Vermögensabgabe zur Bewältigung der finanziellen Belastungen durch die Corona-Pandemie vorgeschlagen. Einem Bundestagsgutachten zufolge ist das aber womöglich nicht zulässig.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!