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Schnelle Nato-Eingreiftruppe: Bundeswehr nicht gut gerüstet | BR24

© picture-alliance/dpa

Hans-Peter Bartels zur superschnellen Nato-Eingreiftruppe

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Schnelle Nato-Eingreiftruppe: Bundeswehr nicht gut gerüstet

Die Nato-Eingreiftruppe soll binnen 72 Stunden einsatzbereit sein soll. Mit dem Jahreswechsel hat Deutschland die Führung dieser Truppe übernommen. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), sieht Verbesserungsbedarf.

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Speerspitze der Nato

Schnelle Eingreiftruppe war gestern. Jetzt ist von superschneller Eingreiftruppe die Rede (Very High Readiness Joint Task Force). Gemeint ist die sogenannte Speerspitze der Nato, die binnen 72 Stunden am Konfliktort einsatzbereit sein soll. Die Truppe war im Zuge des Ukraine-Konflikts aufgestellt worden, als ein Element der Abschreckungs-Strategie gegen eventuelle russische Aggressionsgelüste. 2019 hat Deutschland die Führung dieser Eingreiftruppe übernommen. Die NATO-Eingreiftruppe ist aber laut dem Wehrbeauftragtem Bartels alles andere als gut gerüstet.

Probleme schon seit 2015

Zu den Herausforderungen sagte Bartels, dass die Truppe selbst voll ausgestattet sein müsse. Wie groß die Probleme sind, hat Bartels nach eigener Schilderung bereits 2015 bei einem Truppenbesuch festgestellt, als die superschnelle Eingreiftruppe noch in der Testphase war.

"Die Soldaten [...] übergaben mir eine Liste mit 15.000 einzelnen Teilen, die sie sich ausgeliehen hatten, um vollständig ausgerüstet sein zu können." Hans-Peter Bartels

Großer Verbesserungsbedarf

Daran habe sich bis heute nichts geändert, so Bartels. Nach wie vor müsse sie die Nato-Truppe die benötigten Artikel aus der ganzen Bundeswehr das Material zusammensuchen, um voll ausgerüstet zur Verfügung zu stehen.

"Alle Verbände müssen das Gerät haben, das sie auf dem Papier eigentlich zur Verfügung haben müssten. Tatsächlich - nach der letzten Bundeswehrreform von 2011 - sind die Bestände auf 70 Prozent, manchmal noch weit darunter, zurückgefahren worden." Hans-Peter Bartels