Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Schnee in Österreich: Lage weiter angespannt | BR24

© picture alliance/APA/picturedesk.com

Hubschrauber fliegt am Samstag, 12. Januar 2018 im Bereich von Landl, um umliegende Bäume von Schnee zu befreien

Per Mail sharen

    Schnee in Österreich: Lage weiter angespannt

    Auf der Nordseite der Alpen gibt es weiteren Niederschlag. In Österreich sorgen Schnee und Regen für eine angespannte Situation. Weiterhin sind rund 1.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.

    Per Mail sharen

    Vor allem die Regionen Vorarlberg, Nord-Tirol und Salzburg bis hin zur Dachstein- und der Hochkar-Region blicken gebannt auf die Wetterlage. Denn bis Dienstag wird auch hier mit hohen Niederschlägen gerechnet. Nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik steigt damit die Lawinengefahr wieder. Unterhalb von etwa 1.000 Metern könnte auch Regen für Probleme sorgen.

    Wegen des vielen Schnees könnte dieser nicht abfließen und zu kleineren Überschwemmungen führen. Am Samstag hat es in den betroffenen Gebieten weit weniger geschneit. Das verschaffte den Einsatzkräften aber keine Pause.

    Bäume und Oberleitungen mit Helikoptern vom Schnee befreit

    Dächer wurden von Schnee befreit, umgestürzte Bäume aus dem Weg geräumt, Stromleitungen repariert und mehrere Lawinen wurden gesprengt. Im Salzburger Pinzgau flogen zudem am Samstag vier Hubschrauber sogenannte Downwash-Flüge. Dabei wird der Schnee mit dem Wind der Rotorblätter von den Bäumen geblasen. Zusätzlich fliegt das Österreichische Bundesheer mit Hubschraubern, um Lawinen kontrolliert abzusprengen.

    Immer wieder werden die Flüge durch den starken, orkanartigen Wind behindert. In der Steiermark konnten die Helfer abgeschlossene Ortschaften gar nicht, oder nur kurzzeitig anfliegen. Der Wind verhinderte eine Versorgung von rund 1.000 Personen, die in abgeschnittenen Ortschaften ausharren.

    Schaufeln, Fräsen, Schneeketten - Mangelware in Österreich

    In den betroffenen Gebieten sind Schaufeln, Schneefräsen und auch Schneeketten sehr gefragt. Gängige Reifengrößen würden teilweise knapp, berichtet der österreichische Autoclub öamtc. Die Pannenhelfer hätten alle Hände voll zu tun, hieß es. Manche Autofahrer wüssten nicht, wie Schneeketten richtig angelegt würden. Hänge ein Auto erst einmal fest, sei das sehr schwierig. Die winterliche An- und Abreise aus österreichischen Skigebieten könnte am Sonntag teilweise für lange Staus sorgen. Allein in Salzburg sind laut ORF rund 200.000 Winterurlauber unterwegs.

    Mehr zum Thema
    • Hohe Gefahr von Schneelawinen in Österreich
    • Winterwetter in Österreich und Schweiz: Es wird weiter schneien
    • Lawinen verstehen und vermeiden
    Sendung

    B5 Nachrichten

    Autor
    • BR24 Redaktion