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Der australische Bundesstaat New South Wales kämpft gegen eine Mäuseplage.

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Schlimmste Mäuseplage seit 40 Jahren in Australien

Sie fallen zu Tausenden über Heu und Ernten her - der australische Bundesstaat New South Wales hat mit der schlimmsten Mäuseplage seit rund 40 Jahren zu kämpfen. Die Farmer sollen nun Hilfen bekommen, um der Plage Herr zu werden.

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Von
  • Claudia Steiner

Sie zerstören die Ernte und übertragen Krankheiten - der australische Bundesstaat New South Wales hat mit der schlimmsten Mäuseplage seit rund 40 Jahren zu kämpfen. Nun stellt der Staat vor allem seinen Bauern und Produzenten Finanzhilfen von umgerechnet rund 32 Millionen Euro zur Verfügung, wie der Landwirtschaftsminister des Bundesstaates, Adam Marshall, dem Radiosender 2GB sagte. Damit sollen die durch die Schäden erlittenen Verluste kompensiert werden, zudem sollen kleine Unternehmen und auch Haushalte Rabatte für den Kauf von Fallen und Gift bekommen. Landwirte sollen demzufolge chemische Giftköder sogar kostenlos erhalten, "um diese Geißel zu bekämpfen". Marshall sagte: "Eine Plage von diesem Ausmaß haben wir wirklich seit den frühen 80er Jahren nicht mehr gesehen, und jeder hat gehofft, dass die kühlen Bedingungen im Winter die Zahl der Mäuse eindämmen würde. Bis jetzt hat nichts funktioniert."

Kein Anzeichen auf Plage

"Es beeinflusst viele Dinge, die man nicht berücksichtigt hat, bevor sie kamen", sagt Farmer Dough O'Connor. "Und es gab kein Anzeichen dafür, dass die Mäuse kommen würden, als wir das Heu gestapelt haben. Ich nehme an, das ist immer so, wenn eine Plage kommt."

Steigende Zahl von Leptospirose

Die Behörden sind auch wegen Fällen von Leptospirose alarmiert. Von Anfang Januar bis Ende April wurden der Gesundheitsbehörde des Staats 23 Fälle von Leptospirose gemeldet. Das ist eine seltene Krankheit, die zu Nierenversagen und Hirnhautentzündung führen kann - und häufig von Mäusen übertragen wird. Im gesamten Jahr 2020 waren es laut australischer Nachrichtenagentur AAP elf Fälle.

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