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Scheuer plant 100 Euro Bußgeld fürs Parken auf Radwegen | BR24

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Parken auf Radweg

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    Scheuer plant 100 Euro Bußgeld fürs Parken auf Radwegen

    Wer sein Auto unzulässig auf Geh- und Radwegen oder in der zweiten Reihe parkt, soll künftig bis zu 100 Euro zahlen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will das Bußgeld deutlich erhöhen.

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    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer arbeitet derzeit an einer grundlegenden Reform der Straßenverkehrsordnung. Demnach will Scheuer einen Grünen Pfeil für das Rechtsabbiegen an Ampeln für Radfahrer ermöglichen, Fahrradschnellwege voranbringen und das Fahrradfahren sicherer und attraktiver machen - zum Beispiel indem Autofahrer härter bestraft werden.

    100 Euro für Parken auf dem Radweg

    Nur mal schnell zum Bäcker oder zur Post – wer dafür aber sein Auto auf dem Fahrradweg abstellt, der könnte bald mit 100 Euro Bußgeld bestraft werden. Das plant Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU. Wer derzeit sein Auto auf den Radweg abstellt und erwischt wird, muss gerade einmal zwischen 20 und 35 Euro bezahlen. Wie der Bayerische Rundfunk erfuhr, soll das höhere Bußgeld noch in diesem Jahr in den Bußgeldkatalog geschrieben werden.

    Grüner Pfeil nur für Fahrradfahrer

    Außerdem soll an Fahrradwegen, die auf einer Straße nur durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet sind, ein generelles Halteverbot eingeführt werden. Derzeit dürfen Autofahrer dort zwar nicht parken, aber bis zu drei Minuten lang halten - zum Ärger vieler Fahrradfahrer. Und: Es soll ein Grünpfeil für Rechtsabbieger eingeführt werden, der allein für Radfahrer gilt.

    Die Änderungen sollen noch im Sommer in die Ressortabstimmung kommen und mit den Bundesländern und Verbänden abgestimmt werden.

    Grüne sind skeptisch

    Den Grünen im Bundestag geht Scheuers Fahrradoffensive nicht weit genug. Der Verkehrspolitiker Stefan Gelbhaar wirft Scheuer vor, bislang sei nur eine Ankündigungspolitik zu sehen - der versprochene Gesetzentwurf fehle noch immer.