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Schalke-Boss Tönnies entschuldigt sich für rassistische Äußerung | BR24

© dpa/Rolf Vennenbernd

Clemens Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04.

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    Schalke-Boss Tönnies entschuldigt sich für rassistische Äußerung

    Schalke-Boss und Fleischproduzent Clemens Tönnies hat sich bei seiner Rede zum Thema "Unternehmertum mit Verantwortung" am Tag des Handwerks rassistisch über "die Afrikaner" geäußert. Nun entschuldigt sich der Unternehmer für seine Worte.

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    Der Fleischproduzent und Fußballfunktionär Clemens Tönnies hat sich für eine Äußerung über den angeblichen Zusammenhang von Energieversorgung, Klimawandel und Überbevölkerung in Afrika entschuldigt.

    Tönnies äußert rassistische Vorstellungen über "die Afrikaner"

    Der 63-jährige Unternehmer hatte nach einem Bericht der Zeitung "Neue Westfälische" beim Tag des Handwerks in Paderborn vor 1.600 Gästen als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren", sagte Tönnies.

    "Aussage zum Kinderreichtum in afrikanischen Ländern tut mir Leid"

    Das nahm er nun zurück. "Ich möchte meine Aussage zum Thema Auswirkungen beim Klimawandel richtigstellen. Ich stehe als Unternehmer für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein. Meine Aussage zum Kinderreichtum in afrikanischen Ländern tut mir Leid. Das war im Inhalt und Form unangebracht und falsch", ließ der 63-Jährige per Twitter und über einen Unternehmenssprecher mitteilen. Tönnies ist Mitgesellschafter beim größten deutschen Schlachtbetrieb gleichen Namens und Aufsichtsratschef des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04.

    Reaktionen auf Twitter: "rassistische Kackscheiße"

    Bei Twitter sorgten die Äußerungen über "die Afrikaner" für heftige Reaktionen. Der in Bielefeld geborene Cartoonist und Zeichner Ralph Ruthe nannte die Äußerung "rassistische Kackscheiße".

    Die Tönnies-Gruppe mit weltweit rund 16.000 Mitarbeitern hat 2018 mit dem Schlachten von Schweinen und Rindern einen Umsatz von 6,65 Milliarden Euro erzielt.