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Biowinzer auf der Suche nach Kupferersatz | BR24

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Biowinzer auf der Suche nach Kupferersatz

Das Frühjahr war nass - auch in Franken. Die Winzer haben deshalb heuer mit Mehltau zu kämpfen. Besonders für Bio-Winzer ein Problem. Sie dürfen die Reben mit Kupfer besprühen - aber die zugelassene Menge reicht heuer nicht aus. Was jetzt?

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Um den Befall einzudämmen, hat vor kurzem das Bundeslandwirtschaftsministerium einer "Notfallzulassung" zugestimmt. Statt drei Kilogramm Kupfer pro Hektar können die Bio-Winzer heuer vier Kilogramm spritzen - müssen aber dafür in den kommenden Jahren sparsamer mit dem Pflanzenschutzmittel umgehen. Doch das ist nur kurzfristig eine Lösung. Langfristig müssen sich biologisch arbeitende Weinbauern ohnehin ganz auf Kupfer verzichten. Denn das Schwermetall reichert sich im Boden an, und die bisherige Zulassung läuft in zwei Jahren aus.

Ökologische Unkrautvernichter

So mancher Bio-Winzer ist schon länger auf der Suche nach einem Ersatz für Kupfer. Zum Beispiel auf dem Weinberg des Klosterhofs Töplitz, nahe bei Berlin. Dort weidet eine kleine Herde von Kamerunschafen. Die Schafe fressen den Bodenbewuchs, Gräser und Kräuter beständig ab. Dort, wo die Tiere nicht ausreichend hungrig waren, muss der Winzer nacharbeiten. Die Trauben lassen die Schafe in Ruhe, weil sie ihnen zu sauer sind. Wenn die Trauben süß werden, müssen die Schafe den Weinberg allerdings verlassen. Wegen der Lage des Weinbergs und der Arbeit der Schafe sind die Trauben gut durchlüftet. Der Mehltau hat so weniger Chancen, sich auszubreiten.