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Doch kein Brexit? Schäuble erwartet EU-Verbleib der Briten | BR24

© pa/dpa/Britta Pedersen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

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    Doch kein Brexit? Schäuble erwartet EU-Verbleib der Briten

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ist überzeugt: Großbritannien wird die EU "gar nicht verlassen oder irgendwann wiederkommen". Einen Verbleib in der EU hält Schäuble für zunehmend wahrscheinlich – auch aufgrund der jüngsten Entwicklungen.

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    Eigentlich wollte Großbritannien die Europäische Union am 29. März verlassen. Doch nun wird eine Verschiebung des Brexit immer wahrscheinlicher. Die Abgeordneten billigten mit großer Mehrheit einen Drei-Stufen-Plan von Premierministerin Theresa May, der letztlich den EU-Austritt hinauszögern könnte.

    Schäuble hält EU-Verbleib der Briten für wahrscheinlich

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) wagt im Brexit-Chaos nun eine Prognose, den Verbleib Großbritanniens in der EU hält er für zunehmend wahrscheinlich: "Ich glaube, Großbritannien wird die EU entweder gar nicht verlassen oder irgendwann wiederkommen", sagte Schäuble den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Und ich fühle mich durch die jüngsten Entwicklungen in dieser Überzeugung eher bestärkt."

    May setzt auf Nachverhandlungen mit der EU

    Premierministerin May hatte zuletzt ihren grundsätzlichen Widerstand gegen eine Verschiebung des Brexit aufgegeben. Die oppositionelle Labour-Partei unterstützt mittlerweile die Forderung nach einem zweiten Referendum. May bleiben also zwei weitere Wochen Zeit, um Gespräche mit der EU zu führen – dann wird neu abgestimmt.

    Der EU-Chefunterhändler Michel Barnier bekräftigte indessen, dass die Mitgliedstaaten der EU offen seien für eine Verlängerung der Brexit-Frist, wenn auch mit Bedingungen. Man wolle wissen, wozu die Verschiebung gut sein soll. Barnier bestätigte, dass eine Verlängerung der Brexit-Frist vom Europäischen Rat beschlossen werden müsse, und zwar einstimmig.

    Merkel und Macron würden Brexit notfalls verschieben

    Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wären bereit, den Termin des britischen EU-Austritts notfalls zu verschieben. Man strebe einen geordneten Austritt an. Trotzdem mahnte Macron, "es ist Zeit, dass die Briten eine Entscheidung treffen".

    Was die Gespräche angeht, zeigt sich May optimistisch. Sie stehe kurz davor, Zugeständnisse seitens der EU zu erhalten. Der Fokus des Unterhauses müsse nun darauf liegen, einen Deal zum EU-Austritt zustande zu bekommen und die Europäische Union am 29. März zu verlassen.