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Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Bundestag, bei einer Kundgebung der "Aufstehen"-Bewegung im November 2018.
© dpa Bildfunk
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Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Bundestag, bei einer Kundgebung der "Aufstehen"-Bewegung im November 2018.

Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht will sich aus der Spitze der von ihr initiierten linken Sammlungsbewegung "Aufstehen" zurückziehen. "Wir brauchen eine Neuaufstellung an der Spitze von 'Aufstehen'", sagte Wagenknecht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

"Die Parteipolitiker sollten sich zurücknehmen, das betrifft auch mich selbst. Sie waren mit ihren Erfahrungen anfangs notwendig. Aber jetzt ist es richtig, Verantwortung abzugeben." Wagenknecht sagte der "FAS", die Bewegung könne "besser leben, wenn sie denen übergeben wird, die sie an der Basis ohnehin tragen".

Rund 170.000 Unterstützer

Wagenknecht hatte die Bewegung zusammen mit ihrem Ehemann Oskar Lafontaine gegründet, um linke Wähler zu erreichen, die sich von den klassischen Parteien abgewendet haben. "Aufstehen" war Anfang September gestartet und zählt heute nach eigenen Angaben rund 170.000 Unterstützer. Anders als bei politischen Parteien muss man dafür keinen Mitgliedsbeitrag zahlen und kann sich einfach im Internet anmelden.

Der ehemalige Linkspartei-Chef Lafontaine hatte bei der Gründung von "Aufstehen" betont, sie seien von dem starken Zulauf überrascht worden. In ihrer eigenen Partei stießen die beiden allerdings auf viel Ablehnung.

Weiterhin öffentliche Auftritte

Wagenknecht sagte der Zeitung nun, sie werde die Bewegung weiter unterstützen, etwa durch öffentliche Auftritte. "Aber ich muss auch sehen, welches Arbeitspensum ich schaffe. Dass ich jetzt zwei Monate krankheitsbedingt ausgefallen bin, hatte auch mit dem extremen Stress der letzten Jahre zu tun. Da muss ich eine neue Balance finden."

Wagenknecht gestand auch Fehleinschätzungen ein. "Die Parteien, die wir ansprechen wollten, haben sich eingemauert", sagte sie. Für viele ihrer Forderungen habe es keine Mehrheiten im Bundestag gegeben - aus dieser Sackgasse habe sie mit der Sammlungsbewegung herauskommen wollen.