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Sami A. soll bei einer deutschen Security-Firma gearbeitet haben | BR24

© dpa/Armin Weigel

Symbolbild: Schriftzug "Security" auf dem Rücken eines T-Shirts

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    Sami A. soll bei einer deutschen Security-Firma gearbeitet haben

    Sami A., mutmaßlicher Leibwächter des Ex-Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden, soll für eine deutsche Security-Firma gearbeitet haben. Die bewacht auch Flughäfen, Banken, Krankenhäuser. Sami A. war Mitte Juli unrechtmäßig nach Tunesien abgeschoben worden.

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    Der als islamistischer Gefährder eingestufte mutmaßliche frühere Leibwächter des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden sei in den Jahren 2000 und 2001 für die Sicherheitsfirma Klüh Security GmbH tätig gewesen, berichten Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Ermittlungsakten des Bundeskriminalamts und des Generalbundesanwalts. Zudem habe Sami A. in Deutschland auch als Fahrgastzähler in öffentlichen Bussen und Bahnen gearbeitet.

    Hat Sami A. auch Flughäfen bewacht?

    Die Klüh Security GmbH schützt und bewacht nach Angaben der Zeitungen Prominente und Großveranstaltungen sowie Flughäfen, Banken, Krankenhäuser und Einrichtungen der Bundeswehr. Auf Anfrage der Zeitungen erklärte das Unternehmen, die Personalie sei nicht mehr überprüfbar, weil sie zu lange zurückliege.

    Auch islamistischer Gefährder war Security-Mann

    Den Funke-Recherchen zufolge kam bei Klüh auch der als islamistischer Gefährder eingeordnete Mohammed T. unter. Ihn hätten die Sicherheitsbehörden als früheres führendes Mitglied der Terrororganisation Al-Kaida eingestuft. Polizei- und Justizbehörden hätten gewusst, dass Sami A. und Mohammed T. im Security-Bereich tätig gewesen seien.

    Gerichte sahen islamistische Vergangenheit als erwiesen an

    Sami A. lebte bis zu seiner Abschiebung mit Frau und Kindern in Bochum. Er war 1997 zum Studium nach Deutschland gekommen. Seit 2005 haben es mehrere deutsche Gerichte als erwiesen angesehen, dass Sami A. 1999/2000 in einem afghanischen Islamistenlager eine militärische Ausbildung durchlaufen hat und später der Leibgarde des 2011 getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden angehörte.

    Sami A. muss aus Tunesien zurückgeholt werden

    Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte entschieden, dass Sami A. wegen der Unrechtmäßigkeit seiner Abschiebung nach Deutschland zurückgeholt werden muss. Wann dies geschehen könnte, hängt von den Behörden seines Heimatlandes ab.

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    • BR24 Redaktion
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