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30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sieht Sachsens Ministerpräsident Kretschmer die "Deutsche Einheit" als vollendet an. Im Bayerischen Rundfunk sagte der 45-Jährige, dies sei Beleg dafür, was eine Gesellschaft schaffen könne.

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Sachsens Ministerpräsident: "Wir sind zusammengewachsen!"

30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sieht Sachsens Ministerpräsident Kretschmer die "Deutsche Einheit" als vollendet an. Im Bayerischen Rundfunk sagte der 45-Jährige, dies sei Beleg dafür, was eine Gesellschaft schaffen könne.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Susanne Betz

Nach Einschätzung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist die "Deutsche Einheit" vollendet. Im Bayerischen Rundfunk erklärte der 45-Jährige, dass die vergangenen 30 Jahre für ihn ein Beleg dafür sind, was eine Gesellschaft schaffen kann, wenn die Menschen miteinander reden und gestalten wollen.

In den ostdeutschen Ländern sei eine eindrucksvolle Umwelt und ein hohes Maß an Lebensqualität entstanden und das hätten vor allem die Menschen, die dort leben, gemeinsam geschafft. Kretschmer sagte wörtlich: "Wir wären nicht so weit gekommen, würde es nicht ganz viele Menschen geben, die nach Sachsen gekommen sind und sich die Anliegen der neuen Länder zu eigen gemacht haben. Ost und West sind in 30 Jahren zusammengewachsen und haben dieses tolle Deutschland gestaltet." Es sei eine wunderbare Normalität, die da entstanden sei, er selbst fühle sich heute als gesamtdeutscher Politiker, auch wenn er eine ostdeutsche Biographie habe.

Kretschmer: Merz im Osten am beliebtesten

Kretschmer warnte davor, den Wohlstand hierzulande als gegeben hinzunehmen. Wenn Deutschland im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig sein wolle, müsse man den Menschen wieder etwas abverlangen. Die geltenden Arbeitszeitgesetze seien aus seiner Sicht völlig aus der Zeit gefallen. Gebraucht werde ein Plan für Deutschland mit weniger Bürokratie und staatlicher Regulierung und geringeren Lohnnebenkosten - nur so könne wieder ein Wachstum entstehen, das sich auch in den neuen Ländern entfalte.

Was einen neuen Vorsitzenden seiner Partei anbelangt, sieht der CDU-Politiker in Ostdeutschland am ehesten Friedrich Merz ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Auf jeden Fall brauche es jemanden mit einem klaren Blick, der fähig sei, Deutschland gut in der Europäischen Union zu positionieren und Europa zusammenzuhalten. Dabei gehe es vorrangig um das Thema "Soziale Marktwirtschaft" mit weniger Staat und mehr Eigenverantwortung, so Kretschmer.

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