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Ryanair in der Kritik: Rassistischer Vorfall in Flugzeug | BR24

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Europas größte Billig-Airline steht erneut in der Kritik: Als ein Passagier der Fluglinie Ryanair eine Seniorin lautstark rassistisch beschimpfte, wurde nicht etwa der Angreifer aus dem Flieger geworfen, sondern die Frau umgesetzt.

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Ryanair in der Kritik: Rassistischer Vorfall in Flugzeug

Europas größte Billig-Airline steht erneut in der Kritik: Als ein Passagier der Fluglinie Ryanair eine Seniorin lautstark rassistisch beschimpfte, wurde nicht etwa der Angreifer aus dem Flieger geworfen, sondern die Frau umgesetzt.

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Ryanair steht wegen eines rassistischen Vorfalls in der Kritik. Die hässliche Szene ereignete sich in einem Flugzeug vor dem Abflug von Barcelona nach London: Ein älterer Brite beschimpfte seine schwarze Sitznachbarin und ihre Tochter lautstark auf übelste, rassistische Weise, verlangte, dass sich die 77-jährige Frau von ihm wegsetze und drohte, sie anderenfalls wegzuschubsen.

Er darf sitzen bleiben - sie wird umgesetzt

Die lautstarken rassistischen Tiraden gipfelten in den Worten "ugly black bastard" - er beschimpfte die Frau also als "hässlichen, schwarzen Bastard". Andere Passagiere versuchten, Mutter und Tochter zur Hilfe zu kommen, doch der Mann ließ sich nicht bremsen - auch nicht vom Flugbegleiter, der allerdings nur zögerlich eingriff und von dem aggressiven Briten völlig ignoriert wurde. "Sprechen Sie nicht in einer ausländischen Sprache mit mir", brüllte er, als ihm die Frau auf Englisch mit jamaikanischem Akzent antwortete. Der pöbelnde Passagier wurde nicht aus dem Flugzeug gewiesen, stattdessen wurde das Opfer schließlich auf eigenen Wunsch umgesetzt.

Ryanair kommt nicht aus den Schlagzeilen

Ein Mitreisender hatte den Vorfall am vergangenen Freitag gefilmt. Das Video verbreitete sich rasend schnell in sozialen Netzwerken und löste massive Kritik an der irischen Fluggesellschaft aus. "Wir kennen das Video und haben den Vorfall der Polizei in Essex gemeldet", teilte Ryanair am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ein Polizeisprecher bestätigte: "Wir arbeiten eng mit Ryanair und den spanischen Behörden bei den Ermittlungen zusammen."

Der Vorfall verschärft das Imageproblem der Airline, der zu geringe Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen vorgeworfen werden: Das Unternehmen muss den ersten Gewinnrückgang seit fünf Jahren verdauen. Wie Ryanair am Montag in Dublin mitteilte, sank der Gewinn im ersten Geschäftshalbjahr um 7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Als Gründe nannte die Airline Streiks, hohe Kerosinpreise, geringere Ticketpreise und Ersatzzahlungen wegen der EU-Fluggastrechte.