Brittney Griner, WNBA-Star und zweifache olympische Goldmedaillengewinnerin, wird nach ihrer Anhörung aus dem Gerichtssaal in Khimki geführt

Brittney Griner, WNBA-Star und zweifache olympische Goldmedaillengewinnerin, wird nach ihrer Anhörung aus dem Gerichtssaal in Khimki geführt

Bildrechte: dpa-Bildfunk/Alexander Zemlianichenko
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    Moskau: US-Basketballerin Griner zu neun Jahren Haft verurteilt

    Moskau: US-Basketballerin Griner zu neun Jahren Haft verurteilt

    Ein russisches Gericht hat die US-Basketballspielerin Brittney Griner wegen Drogenschmuggels zu neun Jahren Haft verurteilt. Sie habe die Tat bewusst begangen. US-Präsident Biden bezeichnete das Urteil als "nicht hinnehmbar".

    In einem von den USA heftig kritisierten Verfahren hat ein russisches Gericht die US-Basketballerin Brittney Griner wegen Drogenbesitzes zu neun Jahren Lagerhaft verurteilt. Zudem wurde eine Geldstrafe von einer Million Rubel (16.000 Euro) verhängt. Das meldeten russische Agenturen am Donnerstag aus dem Gericht der Stadt Chimki am Stadtrand von Moskau. Griner sagte auf Nachfrage, sie habe das Urteil verstanden. Ihre Verteidigung kündigte Rechtsmittel an, schloss aber auch ein Gnadengesuch nicht aus. Der Sportlerin gehe es schlecht, sagte Griners Anwältin Maria Blagowolina.

    Cannabis-Öl im Gepäck

    Griner war am 17. Februar auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden, nachdem Vape-Patronen mit Cannabis-Öl in ihrem Gepäck entdeckt worden waren. Marihuana ist in Russland verboten. Seitdem saß Griner in Untersuchungshaft. Die 31-Jährige spielt seit 2014 für die russische Mannschaft UMMC Ekaterinburg. Die USA werfen Russland vor, der Prozess gegen Griner sei politisch motiviert.

    Biden spricht von "Unrecht"

    US-Präsident Joe Biden kritisierte die Verurteilung und forderte Griners Freilassung. "Russland hält Brittney zu Unrecht fest", erklärte er in einer schriftlichen Stellungnahme. "Das ist nicht hinnehmbar, und ich fordere Russland auf, sie sofort freizulassen, damit sie bei ihrer Frau, ihren Angehörigen, Freunden und Teamkollegen sein kann." Die US-Regierung arbeite weiter unermüdlich daran, Griner so bald wie möglich sicher nach Hause zu bringen.

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