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Rumänien-Wahl: Iohannis gewinnt die erste Runde deutlich | BR24

© dpa-Bildfunk/Vadim Ghirda

Rumänien, Bukarest: Klaus Iohannis, Präsident von Rumänien, verlässt mit seinem Stimmzettel eine Wahlkabine.

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    Rumänien-Wahl: Iohannis gewinnt die erste Runde deutlich

    In Rumänien ist Staatschef Klaus Iohannis bei der Präsidentenwahl auf Platz eins gekommen. Allerdings schnitt er deutlich schlechter ab als Umfragen dies vorausgesagt hatten. In zwei Wochen trifft er in der Stichwahl auf seine große Widersacherin.

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    Die Präsidentenwahl in Rumänien hat Amtsinhaber Klaus Iohannis laut Prognosen mit klarem Vorsprung gewonnen. Der 60-jährige kam demnach am Sonntag auf 39 Prozent der Stimmen. Er verfehlte aber die für einen Sieg in der ersten Runde notwendige absolute Mehrheit. Deshalb muss er voraussichtlich in einer Stichwahl gegen die Zweitplatzierte, die Sozialdemokratin Viorica Dancila antreten. Die Politikerin, die bis vor einer Woche Regierungschefin war, kam nach den Prognosen, die auf Umfragen unter Wählern beruhen, mit 22,5 Prozent auf Platz zwei. Mit dem offiziellen Wahlergebnis wird erst für Montag gerechnet.

    Iohannis begrüßte das Ergebnis als eindeutiges Votum gegen Dancilas Partei PSD: "Noch nie haben die Rumänen so umfangreich und so klar gegen die PSD gewählt. Für Rumänien bedeutet dies einen enormen Schritt nach vorne", sagte Iohannis am Sonntagabend. Für die Stichwahl am 24. November rief er die Rumänen auf: "Kommt zur Wahl, damit ihr die PSD endgültig beiseitedrängt."

    Konkurrentin der Korruption verdächtig

    Dancila war von Januar 2018 bis vor einer Woche Ministerpräsidentin Rumäniens und war per Misstrauensvotum im Parlament gestürzt worden. Sie vertrat eine von der EU und Iohannis heftig kritisierte Justizpolitik, die Kritikern zufolge korruptionsverdächtige Politiker begünstigte. Ihr Nachfolger wurde Ludovic Orban, Vorsitzender der bürgerlichen Partei PNL, die den parteilosen Iohannis unterstützt.

    Iohannis Anhänger hoffen, dass die von der EU kritisierten Rückschritte bei der Korruptionsbekämpfung nun wieder aufgehoben werden. Zudem versprach Iohannis, zusammen mit der neuen Regierung, die Vetternwirtschaft zu bekämpfen, die Infrastruktur zu verbessern, EU-Gelder besser abzurufen und die öffentlichen Dienstleistungen wie das Gesundheits- und das Bildungswesen zu reformieren.