BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Rüstungsbeauftragte Baumann: Sorge um Russlands Aufrüstung | BR24

© Bayerischer Rundfunk

Die Beauftragte der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung, Susanne Baumann, spricht sich für den Erhalt des multilateralen Abkommens zwischen den USA und Russland aus und äußert Bedenken zu Moskaus Entwicklungen neuer strategischer Waffensysteme.

4
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Rüstungsbeauftragte Baumann: Sorge um Russlands Aufrüstung

Die Beauftragte der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung, Susanne Baumann, spricht sich für den Erhalt des multilateralen Abkommens zwischen den USA und Russland aus. Zudem äußert sie Bedenken zu Moskaus Entwicklungen strategischer Waffensysteme.

4
Per Mail sharen

Susanne Baumann, die Beauftragte der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung, betonte im Interview mit Bayern 2 die Wichtigkeit des New-Start-Vertrags zwischen den USA und Russland. Er sei auch für die europäische Sicherheit, für Deutschland von großer Bedeutung, weil "das der letzte verbleibende nukleare Vertrag zwischen den beiden Großmächten ist. Deshalb setzt die Bundesregierung auch alles daran in Gesprächen mit Moskau und mit Washington, dass dieser Vertrag verlängert wird."

Baumann begrüßt die aktuellen Verhandlungen zu dem im Februar auslaufenden Vertrag und ist davon überzeugt, "das ist der richtige Weg dahin, dass die beiden im Gespräch sind, damit der New-Start-Vertrag erhalten bleibt."

"Wir sehen im Augenblick, dass von Seiten Moskaus neue strategische Waffensysteme entwickelt und eingeführt werden. Das Arsenal wird modernisiert und das erfüllt die USA, aber ich muss sagen, das erfüllt auch uns mit Sorge." Susanne Baumann, Beauftragte der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung

Nukleare Aufrüstung auch in China

Zur Rolle Chinas sagte Baumann, dass man auch hier feststellen müsse, dass es eine Vergrößerung des nuklearen Arsenals gibt.

"China ist leider nicht sehr transparent, was das anbelangt (...) deshalb finden wir es im Prinzip sehr richtig, dass auch China näher an die internationale Rüstungskontrolle herangeführt wird." Susanne Baumann, Beauftragte der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung

Zum Drängen der USA, China in die Verhandlungen einzubeziehen, sagte Baumann: "Was ich persönlich etwas schwierig finde, wäre, wenn die Einbeziehung Chinas als Vorbedingung für die New-Start-Verlängerung aufgemacht wird, weil auch das, die Einbeziehung Chinas, kann nur ein längerfristiger Prozess sein."

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!