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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler äußern sich zur aktuellen Corona-Lage.

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Robert Koch-Institut stuft Gefahrenlage für Deutschland herunter

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sinken kontinuierlich. Das Robert Koch-Institut stuft deshalb heute die Gefahrenlage für Deutschland von "sehr hoch" auf "hoch" herunter. Gesundheitsminister Spahn betont aber: Die Pandemie ist noch nicht vorbei.

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  • BR24 Redaktion

Die Gefahrenlage in Deutschland in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird ab heute von "sehr hoch" auf "hoch" abgestuft. Das teilten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz in Berlin mit.

Angesichts der über Tage niedrigeren Inzidenzen, der sinkenden Infektionszahlen und der Entspannung auf den Intensivstationen in Deutschland sei dieser Schritt möglich. "Wir haben uns das hart erarbeitet durch viel Verzicht, durch testen und durch impfen", so Spahn. "Die Lage wird besser, sie wird deutlich besser", sagte Spahn, "aber wir sind noch mitten in dieser Pandemie".

Spahn: "Es kann ein richtig guter Sommer werden"

Spahn betonte, dass es zurzeit Grund für viel Zuversicht gebe: "Das Wetter wird besser, die Außengastronomie öffnet, vieles ist wieder möglich". Aber gleichzeitig sehe man zum Beispiel in Großritannien, dass sich weiterhin Mutationen ausbreiten und das Risiko wieder steigen könnte. Das verdeutliche "die besondere Situation, in der wir gerade sind", so Spahn.

Mit Blick auf die nächsten Monate verwies Spahn auf die sinkenden Inzidenz-Zahlen in Deutschland: "Wenn die Inzidenzen weiter so runtergehen, dann kann es ein richtig guter Sommer werden", sagte er.

Rund jeder zweite Erwachsene mindestens einmal geimpft

Gleichzeitig sehe man erste Effekte der Impfkampagne. "Das hängt damit zusammen, dass wir immer mehr impfen, aber vor allem, dass wir zuerst die Risikogruppen geimpft haben", so Spahn. Insgesamt seien mittlerweile etwa 50 Prozent aller Erwachsenen mit einem ersten Impfangebot erreicht worden. Angesichts der demnächst zu erwartenden weiteren großen Vakzin-Lieferungen von Impfstoffherstellern könnten auch die übrigen bald folgen.

Grafik: Der Impffortschritt in Bayern und Deutschland

Wieler: Wettrennen zwischen Durchimpfung und Durchseuchung

RKI-Chef Lothar Wieler betonte, dass der Erfolg der vergangenen Wochen genutzt werden müsse, um die Infektionszahlen weiter zu senken. Das Virus werde nicht verschwinden, es werde endemisch werden, so Wieler. Daher sei es wichtig, "dass ein möglichst großer Teil der Bevölkerung immun ist."

Das Wettrennen zwischen Durchimpfung und Durchseuchung, müsse die Impfung gewinnen, betonte er. Momentan seien etwa 18 Prozent der Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Um weitgehend auf Maßnahmen verzichten zu können, müssten aber 80 Prozent geimpft sein.

Spahn bezeichnet Testbetrug als "Sauerei"

Bei der Pressekonferenz war auch der Betrugsverdacht bei Corona-Tests Thema. Bundesgesundheitsminister Spahn kündigte ein hartes Vorgehen gegen Unregelmäßigkeiten beim Testen an. "Betrug ist 'ne Sauerei", sagte er. Wer falsch abgerechnet habe, müsse mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen. Wer etwa für ein Testkit 3,50 Euro bezahlt und dafür 6,00 Euro abgerechnet habe, habe betrogen.

Es müsse aber betont werden, dass sehr viele Anbieter ihre Arbeit "sehr gewissenhaft und seriös" verrichteten und das flächendeckende Testen in der Pandemie einen Unterschied gemacht habe. In der Teststrategie sei es immer um die richtige Balance gegangen "zwischen pragmatisch schnell und alles im Detail im Einzelfall kontrolliert". Die Testverordnung werde jetzt überarbeitet, was die Beauftragung von Teststellen angehe sowie die Abrechnung der Tests, kündigt Spahn an. Das müsse jetzt "eine Frage von Tagen sein".

BR24Live: Spahn und Wieler zu aktueller Corona-Lage und Betrugsverdacht bei Corona-Tests

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Bildrechte: picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Bundesgesundheitsminister Spahn und RKI-Präsident Wieler informieren über die aktuelle Corona-Lage - dabei dürfte es auch um den Betrugsverdacht bei Corona-Tests gehen. Was steckt dahinter? Und wie geht's weiter?

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Noch kein Grund zum Übermut, aber zur Zuversicht, was die Corona-Lage in Deutschland betrifft.

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