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Robert-Koch-Institut: 7.595 neue Corona-Fälle in Deutschland | BR24

© dpa/picture-alliance/Eibner-Pressefoto

Symbolbild: Positiver Corona-Test.

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    Robert-Koch-Institut: 7.595 neue Corona-Fälle in Deutschland

    Zwar liegt die Zahl damit hinter dem bisherigen Höchstwert vom Samstag, dennoch warnen die Wissenschaftler des RKI vor einem beschleunigten Anstieg der Ausbreitung. In Bayern überschreiten derzeit 36 Landkreise und Gemeinden den Grenzwert von 50.

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    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Institus vom Mittwochmorgen 7.595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden registriert. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7.830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5.132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch.

    RKI spricht von "beschleunigtem Anstieg"

    Den Experten des RKI zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten. Die Forscher warnen deshalb vor einer zunehmend unkontrollierten Ausbreitung des Erregers.

    "Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten. Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert." RKI-Lagebericht vom Dienstag

    Dazu zählt das RKI unter anderem Abstands- und Hygieneregeln auch im Freien, Lüften von Innenräumen und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung.

    Wie das RKI berichtet, steigt seit Ende September auch der Anteil von Infektionen bei älteren Altersgruppen wieder. Fallhäufungen insbesondere im Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis sowie unter anderem in Alten- und Pflegeheimen werden zunehmend beobachtet.

    Bayern leicht über dem bundesweiten Durchschnitt

    Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - sei im Bundesschnitt auf 48,6 gestiegen. In Berlin, Bremen, dem Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen liegt sie demnach deutlich darüber. Mit 50,9 überschreitet Bayern den bundesweiten Durchschnittswert nur leicht.

    36 Landkreise und Gemeinden im Freistaat gelten aktuell als Corona-Risikogebiet - sprich sie haben einen Inzidenzwert von mehr als 50. Am schlimmsten betroffen sind dabei der Landkreis Berchtesgadener Land mit einer Inzidenz von 236. Dort gelten seit gestern strenge Ausgangsbeschränkungen, um die hohen Zahlen einzudämmen. Auf Platz zwei und drei liegen die Stadt Weiden in der Oberpfalz mit einem Wert von 131 und der oberbayerische Landkreis Mühldorf am Inn mit rund 121 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohnern.

    Deutschlandweit nun mehr als 380.000 Fälle

    Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 380.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 21.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.875. Das waren 39 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 302.100 Genesene.

    Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

    Reproduktionsfaktor weiter gesunken

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 1,25 (Vortag: 1,35). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 12 bis 13 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Sonntag lag der Wert noch bei 1,44.

    Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,23 (Vortag: 1,25). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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