BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© dpa-Bildfunk/Peter Kneffel
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Eine positive Entwicklung der Corona-Zahlen: In der Münchner Innenstadt konnte die Maskenpflicht bereits am 9. Juni aufgehoben werden.

3
Per Mail sharen

    RKI: Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit neun Monaten einstellig

    Das Robert Koch-Institut meldet am Samstag 1.108 Corona-Neuinfektionen und 99 weitere Todesfälle. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 9,3 - und liegt damit erstmals seit September 2020 wieder im einstelligen Bereich.

    3
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erstmals seit gut neun Monaten wieder im einstelligen Bereich. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Samstag mit 9,3 an. Zuletzt war am 13. September ein einstelliger Inzidenzwert auf Bundesebene registriert worden.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Am 14. Mai war der Wert bundesweit unter hundert gefallen. Ihren bislang höchsten Stand hatte sie am 22. Dezember mit 197,6 erreicht.

    250 neue Corona-Fälle in Bayern - Inzidenz bei 11,3

    Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI 1.108 Corona-Neuinfektionen. 99 Infizierte starben. Am Samstag vergangener Woche waren 1.911 Neuinfektionen sowie 129 Todesfälle registriert worden.

    In Bayern waren es 250 neue Covid-19-Fälle sowie 22 weitere Tote, die Inzidenz liegt bei 11,3 und ist damit immer noch zweistellig. Aktuell liegt die Inzidenz in sieben von 16 Bundesländern noch über 10. Die höchste Inzidenz in Bayern hat die Stadt Schweinfurt mit 58, die niedrigsten die Landkreise Wunsiedel, Ambach-Sulzberg und die Stadt Straubing mit 0.

    Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von Samstagmorgen um 5:00 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

    Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle bei gut 3,7 Millionen

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,70 (Vortag: 0,72). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 70 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, ebbt das Infektionsgeschehen ab - liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

    Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI bei 3.721.139. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 90.369. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3.601.200.

    Experten warnen vor Ausbreitung der Delta-Variante

    Trotz der sinkenden Inzidenz und steigender Impfquoten hatten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag vor den Gefahren durch die sehr ansteckende Delta-Variante gewarnt. Die Zahl der Infektionen mit dieser zuerst in Indien festgestellten Variante bewege sich in Deutschland zwar noch auf niedrigem Niveau, steige aber schnell an, betonten sie. Die Frage sei nicht, ob, sondern wann sie zur dominierenden Virusform hierzulande werde.

    Wieler mahnte, sich auf jeden Fall vollständig impfen zu lassen - nur dann würden die Impfungen sehr gut gegen die Delta-Variante schützen. Wie Spahn am Freitag sagte, hätten in Deutschland mittlerweile 41,5 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung erhöhte sich damit auf 50,1 Prozent. 29,6 Prozent haben nach seinen Angaben bereits den vollen Impfschutz, der zumeist nach der zweiten Impfung erreicht wird.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!