BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

RKI: Ohne Impfstoff keine Rückkehr zur Normalität | BR24

© pa/dpa

Auf der Suche nach einem Impfstoff (Symbolbild)

3
Per Mail sharen

    RKI: Ohne Impfstoff keine Rückkehr zur Normalität

    RKI-Vize-Präsident Schaade mahnt, bis ein Impfstoff gefunden sei, müssten Neuinfektionen vermieden werden. Selbst wenn in Deutschland keine neuen Fälle mehr gemeldet würden, sei es jederzeit möglich, das Virus wieder aus dem Ausland einzuschleppen.

    3
    Per Mail sharen

    Ein Ende der Kontaktsperre sei bei einem Stopp der Neuinfektionen zwar theoretisch möglich. Es müsse aber immer die Bereitschaft geben, diese wieder hochzufahren, so der Vize-Direktor des Robert-Koch-Instituts, Lars Schaade, auf einer Pressekonferenz in Berlin.

    Behandlungskapazitäten derzeit ausreichend vorhanden

    Die Behandlungskapazitäten für Coronavirus-Patienten in Deutschland sind nach Schaades Angaben nach wie vor ausreichend vorhanden. Festzustellen seien zunehmende Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen. "Bei derzeitigem Stand sind derzeit keine Engpässe in den nächsten Tagen absehbar", so Schaade.

    Es sei in den letzten Wochen einiges erreicht worden. Aber ernst sei die Lage dennoch immer noch. Ein Ende der Epidemie sei "nicht in Sicht". Es sei daher weiterhin wichtig, die Lage ernst zu nehmen und die Auflagen einzuhalten - trotz der ersten Lockerungen.

    RKI: Lockerungen sind "vernünftiger Kompromiss"

    RKI-Vize-Präsident Lars Schaade sagte, die Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern über erste Lockerungen im öffentlichen Leben seien "ein vernünftiger Kompromiss". Rein epidemiologisch betrachtet müssten die scharfen Auflagen zwar eigentlich erhalten bleiben. Aber es gebe auch gesellschaftliche Aspekte, die zu berücksichtigen seien. Wichtig sei, dass die Entwicklung der Fallzahlen "in einem sicheren Bereich" bleibe.

    Ansteckungsrate in Deutschland derzeit unter eins

    Die Ansteckungsrate hat in den vergangenen Tagen in Deutschland unter eins gelegen. Das heißt, dass ein Infizierter statistisch weniger als einen weiteren ansteckt. So sinkt auch die Zahl der Neuinfektionen. Einen Wert unter eins hat auch Kanzlerin Angela Merkel als wichtige Marke mit Blick auf Lockerungen genannt.

    RKI: Tests für Fußball-Profis "nicht sinnvoll"

    Das Robert-Koch-Institut hält es nicht für sinnvoll, Fußball-Profis regelmäßig auf das Coronavirus zu testen. Die Tests sollten vielmehr für medizinische Indikationen eingesetzt werden, sagt RKI-Vize-Präsident Lars Schaade. Er sehe nicht, warum "bestimmte Bevölkerungsgruppen routinemäßig gescreent werden sollten". In der Politik und im Profi-Fußball gibt es Überlegungen, den Spielbetrieb in der Bundesliga Anfang Mai mit Geisterspielen wieder aufzunehmen. Dies würde aber routinemäßige Tests der Spieler voraussetzen, da der Mindestabstand in einem Fußballspiel nicht eingehalten werden kann.

    Infektionen in Bayern deutschlandweit am höchsten

    Nach Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 95.200 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

    Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 38.200 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1.299 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 28.500 bestätigten Fällen und mindestens 1.014 Toten. Nordrhein-Westfalen meldet mehr als 28.900 Fälle und mindestens 857 Tote. Das Land veröffentlicht seit Montag nur noch die Fallzahlen, die dem RKI gemeldet werden.

    Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 292,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 172,2. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!