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RKI meldet mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland | BR24

© dpa-Bildfunk

Das RKI hat mehr als 11.000 Neuinfektionen für Deutschland gemeldet.

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    RKI meldet mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

    Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist erneut gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete 11.287 Fälle innerhalb eines Tages. Der bisherige Höchstwert hatte vergangenen Samstag bei 7.830 gelegen. Auch in Bayern steigen die Zahlen.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Anton Rauch

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist erstmals auf mehr als 10.000 Infizierte innerhalb eines Tages gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut unter Bezug auf die Gesundheitsämter meldete, haben sich innerhalb von 24 Stunden in Deutschland 11.287 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

    Bisher gemeldeter Höchstwert am vergangenen Samstag

    Der bisher gemeldete Höchstwert lag vergangenen Samstag bei 7.830 Infektionen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 392.049 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 22.10., 0.00 Uhr).

    Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag laut RKI bei 9.905. Das waren 30 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es inzwischen etwa 306.100 Genesene.

    Fast 2.000 Neuinfektionen in Bayern

    Auch in Bayern ist die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen wieder stark angestiegen. Das RKI meldet für den Freistaat 1.988 neue Infektionen im Vergleich zum Vortag. Auf 7 Tage gerechnet sind es damit insgesamt in Bayern 61,34 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

    In der Einzelaufschlüsselung nach Landkreisen und Städten zeigt sich, dass für große Teile des Freistaats der Grenzwert von 50 überschritten ist. In der Landeshauptstadt München steigt der Wert aktuell auf 82,4 und nähert sich damit bereits dem neuen Grenzwert von 100.

    Vielerorts bereits Grenzwert von 100 überschritten

    Diesen neuen dunkelroten Grenzwert von mehr als 100 Neuinfektionen überschreiten derzeit sieben Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat: Der Landkreis Berchtesgadener Land hat demnach 292,6 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen auf 100.000 Einwohner – das ist der höchste Wert für Bayern. In der Stadt Augsburg liegt der Wert bei 120,4. In der Stadt Weiden sind es rechnerisch 121,6 neue Fälle, im Landkreis Schweinfurt liegt die 7-Tage Inzidenz bei 115,2, in der Stadt Schweinfurt bei 102,9, im Landkreis Neustadt an der Waldnaab sind es rechnerisch 104,8 Fälle und im Landkreis Passau liegt die 7-Tage Inzidenz bei 103,3.

    Positivenrate der Corona-Tests seit September gestiegen

    Bereits am Donnerstag vergangener Woche waren mit deutschlandweit 6.638 Fällen erstmals mehr Neu-Infektionen als im Frühjahr gemeldet worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

    Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

    Seit Anfang September schwankt die Zahl der Coronatests pro Woche zwischen 1,1 und 1,2 Millionen - mit ganz leicht steigender Tendenz. Die Positivenrate ist in der Zeit jedoch von 0,75 auf 3,63 Prozent gestiegen. Seit zwei Wochen steigt der Probenrückstau erneut an. Einige Labore wiesen auf Lieferschwierigkeiten für Arbeitsmaterialien hin.

    RKI appelliert, Corona-Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten

    Mit Blick auf stetig steigenden Fallzahlen will das Robert-Koch-Institut am Donnerstag in einem Presse-Briefing im Online-Format zur Entwicklung der Pandemie in Deutschland informieren. RKI-Präsident Lothar Wieler hatte zuletzt den Ernst der aktuellen Lage betont.

    "Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten", schreibt das RKI in seinem Lagebericht vom Mittwoch. "Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert." Dazu zählt das RKI unter anderem Abstands- und Hygieneregeln auch im Freien, das Lüften von Innenräumen und - wo geboten - eine Mund-Nasen-Bedeckung.

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,09 (Vortag: 1,25). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

    Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,17 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

    Mit Material von dpa

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