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RKI meldet erstmals über 1.000 Corona-Todesfälle | BR24

© dpa-Bildfunk/Sebastian Kahnert

Coronavirus - 1129 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldt

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    RKI meldet erstmals über 1.000 Corona-Todesfälle

    Bei der Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist ein Höchstwert erreicht worden. Die Zahl der Neuinfektionen ist niedriger als vor einer Woche. Zwischen den Jahren gibt es aber auch weniger Tests und Meldungen der Gesundheitsämter.

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    • BR24 Redaktion

    Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat zum ersten Mal die Marke von 1.000 überschritten und damit einen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 1.129 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen gemeldet. Vergangenen Mittwoch (23.12.) waren 24.740 Neuinfektionen und damit der bisherige Höchststand von 962 Todesfällen gemeldet worden.

    Insgesamt über 32.000 Tote im Zusammenhang mit Corona

    Das RKI hatte vor den Weihnachtstagen mitgeteilt, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar seien, da es zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der neuen Todesfälle am Mittwochmorgen deutlich höher als vor einer Woche.

    Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.687.185 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 30.12., 00.00 Uhr). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.302.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 32.107.

    Sieben-Tage-Inzidenz nach Bundesland sehr unterschiedlich

    Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 141,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hat Sachsen mit 330,0 und Thüringen mit 255,1, den niedrigsten Wert Niedersachsen mit 79,6. In Bayern liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 154,7 nach 161,5 am Vortag.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstagabend bei 0,67 (Montag: 0,74). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 67 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, "so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird".

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