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RKI-Kommission: Mehrere Impfstoffe für Deutschland erwartet | BR24

© pa / dpa

Impfung gegen Covid-19 (Symbolbild)

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    RKI-Kommission: Mehrere Impfstoffe für Deutschland erwartet

    Weltweit wird an einem Impfstoff gegen das Coronavirus gearbeitet. Darunter sind auch einige deutsche Projekte. Die Impfkommission des RKI rechnet deshalb mit mehreren Impfstoffen, die hierzulande zugelassen werden könnten.

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    "Angesichts der großen Zahl von potenziellen Sars-CoV-2-Impfstoffkandidaten ist es wahrscheinlich, dass am Ende mehrere Impfstoffe in Deutschland zugelassen werden", sagte die Vize-Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut, Sabine Wicker, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dabei könne es sein, dass einzelne Impfstoffe besonders für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie etwa ältere Menschen geeignet seien.

    Abwägung von Prioritäten

    Die Impfkommission hat den Auftrag, Prioritäten festzulegen für den erwarteten Fall, dass ein Impfstoff zunächst nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht. Dafür müsse geprüft werden, bei welchen Bevölkerungsgruppen das höchste Infektionsrisiko bestehe und wer am meisten von einer Impfung profitieren würde, so Wicker. Eine derartige Nutzen-Risiko-Analyse sei ein zentrales Element der standardisierten Vorgehensweise der Stiko.

    Im Fall des Coronavirus gehörten zu den besonders schutzbedürftigen Gruppen unter anderem das medizinische Personal sowie die chronisch Kranken und die Älteren, erläuterte die Medizinerin. Die Stiko habe bereits im Frühjahr eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um Empfehlungen zu Corona-Impfungen zu erarbeiten.

    Bund fördert drei deutsche Firmen

    Die Bundesregierung erwartet, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus in Deutschland für Teile der Bevölkerung in den ersten Monaten des nächsten Jahres zur Verfügung steht, für die breite Masse aber voraussichtlich erst Mitte des Jahres. Entsprechend hatten sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) in Berlin geäußert.

    Spahn hatte erklärt, dass zuerst Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege zum Zuge kommen sollen.

    Die beiden Minister gaben zudem bekannt, dass der Bund die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs durch deutsche Firmen im Rahmen eines Sonderprogramms mit 750 Millionen Euro unterstützen wird. An das Mainzer Unternehmen Biontech sollen 375 Millionen Euro fließen, an den Tübinger Hersteller Curevac 230 Millionen Euro. Außerdem soll die Firma IDT Biologika aus Dessau-Rosslau unterstützt werden.

    Zahlreiche Projekte weltweit

    Laut Weltgesundheitsorganisation wird derzeit mit etwa 170 Projekten rund um den Globus nach einer wirksamen Substanz gesucht. Bei 26 davon laufen demnach bereits Testimpfungen, um die gesundheitliche Verträglichkeit und Wirksamkeit zu untersuchen.

    Weltweit gab es bisher etwas mehr als 29,5 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus. Davon haben sich mindestens 263.663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Laut RKI meldeten die Gesundheitsämter 1.901 Neuinfektionen innerhalb des gestrigen Tages.

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