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RKI: Großteil der Menschen steckt sich im privaten Umfeld an | BR24

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RKI-Präsident Wieler zu den aktuellen Corona-Zahlen, die Corona-Betroffenen und das Ansteckungsrisiko.

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RKI: Großteil der Menschen steckt sich im privaten Umfeld an

Das RKI hat einen Großteil der Corona-Neuinfektionen auf Treffen im privaten Umfeld zurückgeführt. Instituts-Leiter Wieler mahnte, auch dort die AHA-Regeln konsequent einzuhalten. Für Deutschland meldete das Institut zuvor 11.287 Neuinfektionen.

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Der aktuelle Anstieg der Corona-Neuinfektionen hängt laut Robert-Koch-Institut vorwiegend mit privaten Treffen und Feierlichkeiten zusammen. "Das Virus verbreitet sich dort, wo Menschen zusammenkommen", erklärte der Leiter des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, in einem Pressestatement des Instituts. Die Anzahl der Corona-Fälle in privaten Umfeld sei in letzter Zeit deutlich gestiegen.

Corona-Neuinfektionen vor allem bei privaten Veranstaltungen

Laut Wieler sei ein Zusammenhang des Infektionsrisikos im privaten Umfeld mit Treffen, wie etwa Feiern mit Familien und Freunden, festzustellen. "Damit wir uns im Haushalt anstecken können, muss das Virus erstmal in den Haushalt gelangen."

Grund für das erhöhte Infektionsrisiko sei, dass bei Unterhaltungen und Treffen sich die Zahl der Aerosole erhöhe, so Wieler: "Dort, wo Menschen gerne zusammenkommen und sich auch kennenlernen wollen, ist die Interaktion auch viel größer", so Wieler. Die Einhaltung der AHA-Regeln bei privaten Treffen könne entsprechende Risiken reduzieren. "Bitte nehmen Sie die Symptome ernst und Warnungen aus der Corona-Warn-App ernst", appellierte Wieler.

Viele jüngere Menschen infiziert, Zahl der Älteren steigt

Laut dem RKI sind derzeit vor allem jüngere Menschen von den Corona-Infektionen betroffen, entsprechend seien auch leichte Erkrankungen häufiger als im Frühjahr. Dennoch mahnte der RKI-Leiter zur Vorsicht: Derzeit seien 943 Patienten intensivmedizinischer Behandlung, das seien fast doppelt so viele wie noch vor zwei Wochen. Da sich gleichzeitig auch vermehrt Über-60-Jährige mit dem Coronavirus infizieren, müsse man davon ausgehen, dass auch die schwer verlaufenden Corona-Fälle steigen, so Wieler.

RKI: AHA-Regeln entscheidend im Kampf gegen das Coronavirus

Die steigenden Corona-Zahlen spiegeln sich auch in der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz wieder. Mit einem Wert von 56,2 ist diese laut RKI mehr als doppelt so hoch wie noch vor zwei Wochen.

Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland mahnte Wieler weiterhin zur Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen . "Jeder und jede kann dazu beitragen. Wir sind nicht machtlos", so Wieler in einem Pressestatement des RKI. Deutschland sei bisher gut durch die Pandemie gekommen. Dennoch mahnte er zur Vorsicht, man müsse damit rechnen, dass sich das Virus auch unkontrolliert weiterverbreiten könne.

Erstmals über 10.000 Neuinfektionen in Deutschland an einem Tag

Am Morgen hatte das Robert-Koch-Institut für Deutschland insgesamt 11.287 Fälle binnen 24 Stunden gemeldet. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war zuvor am Samstag mit 7.830 Neuinfektionen erreicht worden. Mit den Werten vom Frühling sind die jetzigen Werte allerdings nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 392.049 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag laut RKI bei 9.905. Das waren 30 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es inzwischen etwa 306.100 Genesene.

• Wie die Corona-Zahlen sich in Deutschland entwickeln, finden Sie hier.

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