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RKI: Erstmals seit Mai über 1.000 Corona-Neuinfektionen | BR24

© picture alliance/Tobias Schwarz/AFP/Pool/dpa

Der Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, spricht auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland

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    RKI: Erstmals seit Mai über 1.000 Corona-Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut meldet 1.045 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Damit steigt die Zahl der Neuinfektionen erstmals seit Mai auf einen Wert über 1.000. Experten fürchten eine Ausbreitung des Virus auf breiter Front.

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    In Deutschland gibt es erstmals seit Mai wieder mehr als 1.000 Neuinfektionen an einem Tag. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat 1.045 nachgewiesene neue Ansteckungsfälle gemeldet. Die markante Schwelle von 1.000 neuen Fällen war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken. Seit Ende Juli steigen die Werte wieder, allerdings nicht schlagartig, sondern eher schleichend und auf breiter Front.

    Weniger Hotspots, aber Anstieg in vielen Landkreisen

    Anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen einen großen Corona-Ausbruch gab, ist der jetzige Anstieg nicht hauptsächlich auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen. Auf Landkreisebene sind die Zahlen oft nur leicht gestiegen. Doch über alle Kreise hinweg summiert sich dieser Effekt.

    Mögliche "zweite Welle"

    Experten fürchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Maßnahmen eindämmen lässt. Es mehren sich Stimmen, die davor warnen, eine zweite Infektionswelle könne bereits in Deutschland angekommen sein. Allerdings gehen die Meinungen auseinander, ob diese Welle schon da ist - und ob man überhaupt von Wellen sprechen sollte. Das RKI hatte unlängst nicht ausgeschlossen, dass wir es derzeit mit einer möglichen zweite Welle zu tun haben.

    Als Ursache für den Anstieg nannte RKI-Präsident Lothar Wieler bereits vorige Woche Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln.

    Schulstart und Urlaubsrückkehrer beobachten

    Es wird genau beobachtet, wie sich der Schulstart in einigen Bundesländern auf das Infektionsgeschehen auswirkt. Die erhöhten Infektionszahlen fallen zusammen mit dem Schulbeginn in mehreren Bundesländern sowie mit der Rückkehr von Urlaubern, die sich zum Teil in Risikogebieten aufgehalten haben.

    Die Zahl der gesamten Infektionen in Deutschland stieg damit nun auf insgesamt 213.067. Sieben weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt erlagen damit 9.175 Patienten dem Virus. Laut Schätzungen des RKI haben 195.200 Menschen die Infektion überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt.

    (mit Material von Reuters und dpa)

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