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Luft wurde knapp: Migranten setzten Notruf aus Lkw ab | BR24

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Im Anhänger eines Sattelzuges versteckten sich acht Migranten - bis die Luft dort knapp wurde. (Symbolbild)

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    Luft wurde knapp: Migranten setzten Notruf aus Lkw ab

    Nur wenige Zentimeter unter dem Dach eines Lkw-Anhängers harrten acht Menschen aus Eritrea aus. Als auf der Autobahn in Rheinland-Pfalz die Luft knapp wurde, rief einer den Notruf. Die Migranten überlebten, ihnen drohen jedoch Strafverfahren.

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    Von den Niederlanden über Belgien bis an die rheinland-pfälzische Autobahn-Raststätte Heiligenroth führte eine gefährliche Fahrt für acht Migranten. Laut Polizei lagen die Menschen im Anhänger eines Sattelzuges auf der Ladung - mit nur rund 30 Zentimetern Distanz zum Dach.

    Als dort im Laufe der Fahrt die Luft knapp wurde, rief einer von ihnen den Notruf. Die Autobahnpolizei in Montabaur versuchte daraufhin, per Handyortung zu helfen. Die Menschen waren in der Zwischenzeit jedoch bereits freigekommen.

    Lkw-Fahrer öffnete selbst die Türen

    An der Raststätte Heiligenroth hatte der Lkw-Fahrer beim Tanken laut eigener Aussage Klopfen aus dem Anhänger gehört und die Türen geöffnet. Daraufhin sprangen die Menschen heraus und flohen. Bis dahin war der Sattelzug durch ein Vorhängeschloss verschlossen gewesen. Laut Fahrer aus Angst vor Dieben.

    Die Polizei wurde durch Anrufer auf eine Menschengruppe aufmerksam gemacht, die aus einem Sattelzug gesprungen war. Eine Suche im Umfeld der Rastanlage führte schließlich zu acht Migranten, die laut eigenen Aussagen aus Eritrea kommen. Einer von ihnen ist minderjährig. Ausweispapiere hatte jedoch keiner von bei sich. Ihr eigentliches Ziel sei England gewesen, sagen sie.

    Verfahren wegen illegaler Einreise drohen

    Die Migranten müssen nun mit Strafverfahren im Zusammenhang mit der illegalen Einreise ohne Papiere rechnen, der minderjährige Mitreisende wurde an das Jugendamt übergeben. Der Fahrer des Lastwagens wurde zunächst wegen Schleuser-Verdachts vernommen.

    Immer wieder müssen Migranten und Geflüchtete aus Lastwagen und Kühllastern gerettet werden. Nicht immer gehen solche gefährlichen Fahrten glimpflich aus. Vor knapp einem Jahr wurden in Großbritannien 39 Leichen in einem Kühllaster gefunden. Es handelte sich um Migranten aus China.

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