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Rettungsschiff im Mittelmeer: "Open Arms" darf Italien anlaufen | BR24

© dpa/Sea Watch/Friedrich Bungert

Das Rettungsschiff "Open Arms" der Hilfsorganisation "Proactiva Open Arms" im Mittelmeer vor der Küste der Insel Lampedusa.

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    Rettungsschiff im Mittelmeer: "Open Arms" darf Italien anlaufen

    Nach 13 Tagen auf See gibt es für 147 aus dem Mittelmeer gerettete Menschen auf dem Schiff "Open Arms" offenbar die Möglichkeit, in Italien an Land zu gehen. Ein Gericht überstimmte Medien zufolge die Regierung in Rom.

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    Das Verwaltungsgericht der Region Latium hat der Besatzung des Rettungsschiffes "Open Arms" das Einlaufen in italienische Gewässer gestattet. Damit hob das Gericht ein von der Regierung verfügtes Verbot auf, wie italienische Medien berichten.

    Das Gericht befand, dass es sich klar um eine "außergewöhnlich ernste" Lage handle. Daher solle das Schiff in italienische Gewässer gelassen werden, damit den am meisten notleidenden Geretteten geholfen werden könne. Das Innenministerium kündigte an, die Entscheidung anzufechten.

    Ziel ist nun Lampedusa

    Die Besatzung der "Open Arms" hatte das Verwaltungsgericht in Rom gestern angerufen. Nach dem Urteil wolle man nun den nächstgelegenen sicheren Hafen ansteuern, um die 147 Menschen, die sich seit 13 Tagen an Bord befinden, in Sicherheit zu bringen. Ziel sei Lampedusa, das man dem Gericht zufolge anlaufen dürfe, um dort alle Migranten an Land zu lassen.

    Wie genau die Ausschiffung geschehen kann, ist den Berichten zufolge noch zu klären.

    Sinneswandel bei Regierungschef Conte

    Das Verbot für die "Open Arms", italienische Gewässer anzulaufen, hatte Innenminister Matteo Salvini (Lega) mit Verkehrsminister Danilo Toninelli und Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta (beide Fünf Sterne) unterzeichnet.

    Allerdings räumte Salvini ein, dass Regierungschef Giuseppe Conte ihn aufgefordert habe, die Menschen auf den Schiffen "Open Arms" und "Ocean Viking" in italienischen Häfen an Land gehen zu lassen. Er sehe jedoch nicht ein, warum ihnen das gestattet sein solle, so Salvini. Es handle sich "um ausländische Schiffe ausländischer Organisationen in internationalen Gewässern", so der Vize-Regierungschef.

    Hintergrund des Sinneswandels bei Regierungschef Conte ist demnach eine Verschlechterung sowohl des Wetters im südlichen Mittelmeer wie auch der Lage an Bord der Schiffe. Vor allem auf der "Open Arms" gebe es nach 14 Tagen auf See zunehmende Spannungen wegen der Versorgungslage an Bord und fehlender Aussicht auf einen sicheren Hafen.

    Die 19-köpfige Mannschaft versuche, Handgreiflichkeiten zu verhindern, wird der Gründer der spanischen Organisation Proactiva Open Arms, Oscar Camps, zitiert.