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Freiwillige in Texas haben tausende Meeresschildkröten gerettet. Die Tiere sind aufgrund des Winterwetters steif gefroren und wurden an der Küste angespült.

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Rettungsaktion: Meeresschildkröten in Texas steif gefroren

Der Wintereinbruch in Texas setzt auch vielen Tieren zu: In Texas haben Freiwillige tausende Meeresschildkröten gerettet, die steif gefroren an die Küste gespült wurden. Millionen Menschen warten unterdessen weiter auf Strom und Wasser.

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Von
  • Claudia Steiner

An der texanischen Küste sind tausende Meeresschildkröten angespült worden. Die Tiere sind aufgrund der Kälte ganz steif, sie können weder fressen noch schwimmen. Freiwillige sammelten die hilflosen Tiere ein und brachten sie in das Kongresszentrum der Stadt South Padre Island. Dort liegen nun in den Hallen und Gängen unzählige Schildkröten. Die Helfer wärmen die Tiere langsam auf und hoffen, so viele wie möglich retten zu können.

Millionen Menschen ohne Strom

Doch nicht nur die Tiere leiden. Nach dem Wintereinbruch im Südosten der USA sind in Texas Millionen von Menschen ohne Strom und fließendes Wasser. Am Donnerstagmorgen waren nach Behördenangaben rund zwei Millionen Haushalte noch immer von der Stromversorgung abgeschnitten. An fast sieben Millionen Haushalte erging die Warnung, wegen Problemen mit der Wasserversorgung ihr Wasser vor dem Trinken abzukochen. In Houston kam bei hunderttausenden Bewohnern wegen eines Druckverlusts kaum noch Wasser aus dem Hahn, rund 260.000 Bewohner des Bundesstaates hatten gar kein fließendes Wasser mehr.

© dpa-Bildfunk/David J. Phillip
Bildrechte: dpa-Bildfunk/David J. Phillip

Zugeschneite Straße in Texas

Warnung vor neuem Wintersturm

Der Wetterdienst warnte vor einem neuerlichen Wintersturm in Teilen von Texas, Louisiana, Arkansas und Mississippi mit Glatteis und ergiebigen Schneefällen. Laut Medienberichten kamen infolge des Wintereinbruchs bereits mehr als 30 Menschen ums Leben, viele davon durch Verkehrsunfälle.

Der frühere demokratische Präsidentschaftsbewerber Beto O'Rourke aus Texas sagte dem Fernsehsender MSNBC, die Lage in seinem Bundesstaat sei "noch schlimmer, als was Sie so hören". Viele Leute hätten seit Tagen keinen Strom und damit auch keine Heizung - "sie leiden". Der Energieversorger Austin Energy veröffentlichte eine Liste von "Aufwärm-Zentren" in Schulen der Hauptstadt Austin, in denen die Bewohner Zuflucht finden können.

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