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Rentenpaket: Erste Lesung im Bundestag | BR24

© picture-alliance/dpa

Die kniffligen Jahre kommen, wenn die Babyboomer in Rente gehen

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    Rentenpaket: Erste Lesung im Bundestag

    Der Bundestag berät heute in einer ersten Lesung über ein umfassendes Rentenpaket, auf das sich die Große Koalition geeinigt hat. In dem Gesetzentwurf geht es hauptsächlich um drei Punkte.

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    Vor wenigen Wochen hatte sich die Große Koalition nach wochenlangem Streit auf ein Rentenpaket geeinigt. Heute berät der Bundestag in einer ersten Lesung darüber.

    Die Große Koalition will eine "doppelte Haltelinie" in die gesetzliche Rentenversicherung einziehen

    Die sogenannte "doppelte Haltelinie" bedeutet: Bis zum Jahr 2025 soll das Rentenniveau 48 Prozent nicht unterschreiten. Das Rentenniveau ist der rechnerische Wert zwischen einer gesetzlichen Standardrente und einem Durchschnittseinkommen. Gleichzeitig darf der Beitrag, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber in die Rentenkasse einzahlen, 20 Prozent nicht überschreiten. Die doppelte Haltelinie einzuhalten dürfte nicht allzu schwierig werden. Die kniffligen Jahre für die Rentenversicherung kommen erst nach 2025, wenn die so genannten Babyboomer vermehrt in Rente gehen. Denn ab dann werden noch mehr Rentner von noch weniger Arbeitnehmern finanziert werden müssen. Eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission macht sich aktuell Gedanken, wie es nach 2025 weiter gehen soll.

    Erwerbsminderungsrentner sollen besser gestellt werden

    Erwerbsminderungsrente bekommen alle, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zum Rentenalter arbeiten können. Bereits in der vergangenen Legislaturperiode wurden sie gesetzlich besser gestellt, nun sollen weitere Verbesserungen folgen. Denn Erwerbsminderungsrentner haben noch immer ein besonders hohes Risiko, in der Altersarmut zu landen.

    Die "Mütterrente" soll ausgeweitet werden

    Zwei Tage vor der Landtagswahl in Bayern kommt ein Herzensprojekt der CSU in den Bundestag: Die Ausweitung der Mütterrente. Allerdings ist der Gesetzentwurf nicht so, wie es sich die CSU ursprünglich vorgestellt hat. Bisher bekommen Mütter und Väter, die vor 1992 Kinder geboren beziehungsweise aufgezogen haben, zwei Rentenpunkte für die Erziehungszeit angerechnet. Die CSU wollte einen dritten Rentenpunkt für alle, die drei oder mehr Kinder haben. So steht es auch im Koalitionsvertrag. Dann gab es in der Koalition verfassungsrechtliche Bedenken: Ein Rentenpunkt nur für kinderreiche Eltern – das könnte gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen. Ein weiterer Rentenpunkt für alle ist aber zu teuer. Der Kompromiss: Jetzt soll es einen zusätzlichen halben Rentenpunkt geben.