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Renten sollen erneut um mehr als drei Prozent steigen | BR24

© pa / dpa

Die Renten steigen

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    Renten sollen erneut um mehr als drei Prozent steigen

    Die deutschen Rentner können sich auch 2020 auf deutlich mehr Geld freuen. Zum 1. Juli dürften die Renten in Westdeutschland um knapp 3,2 Prozent und im Osten um fast vier Prozent steigen. Das steht im Entwurf für den Rentenversicherungsbericht 2019.

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    Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland sollen im kommenden Jahr deutlich mehr Geld bekommen. Zum 1. Juli 2020 sollen die Renten in Westdeutschland um 3,15 Prozent und im Osten um 3,92 Prozent steigen. So steht es im Entwurf für den Rentenversicherungsbericht 2019, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Eine monatliche Rente von 1.000 Euro, die nur auf West-Beiträgen beruht, dürfte sich dadurch um 31,50 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ost-Beiträgen um 39,20 Euro. Bei diesen Angaben handelt es sich um Schätzungen. Die exakten nötigen Werte für die Berechnung der Rentenerhöhung liegen erst im Frühjahr 2020 vor. Dass die Annahmen zur Rentensteigerung am Tag nach der Einigung der Koalition zur Grundrente bekannt wurden, ist Zufall. Die Vorausberechnungen werden jedes Jahr um diese Zeit fertiggestellt.

    Deutlicher Anstieg schon in diesem Jahr

    Demnach dürfte sich die Erhöhung aber auf dem Niveau dieses Jahres bewegen. Im Juli hatten die Renten im Westen um 3,18 Prozent, im Osten um 3,91 Prozent zugelegt. Die Rentenerhöhung folgt vor allem der Lohnentwicklung, die ihre Basis in der konjunkturellen Lage hat. Auch die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern spielen eine Rolle.

    Einnahmen der Rentenversicherung steigen

    Die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung sind bis September gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum laut dem Rentenversicherungsbericht um rund 5,1 Prozent gestiegen. 2018 hatte die Rentenversicherung Einnahmen von fast 312,3 Milliarden Euro, deutlich mehr als die 299,5 Milliarden des Vorjahrs. Die Ausgaben stiegen um 8,9 Milliarden auf 307,9 Milliarden Euro.

    Insgesamt sollen die Renten laut dem Bericht ab dem kommenden Jahr bis 2033 um insgesamt rund 36,4 Prozent steigen. "Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von rund 2,2 Prozent pro Jahr", heißt es in dem Text.

    Der Beitragssatz klettert mit

    Mit dem Übertritt der geburtenstarken Jahrgänge in die Rente kommen in den nächsten Jahren allerdings weniger Beitragszahler auf zahlreichere Rentner. Der Beitragssatz von 18,6 Prozent dürfte bis 2024 stabil bleiben. Bis 2025 darf er laut Gesetz auch nicht über 20 Prozent steigen, soll im Jahr 2025 aber auf 19,8 Prozent steigen - im Jahr 2030 dann auf 21,3 Prozent. 2033 soll er bei voraussichtlich 21,9 Prozent liegen.