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Regierung und Autoindustrie vereinbaren höhere E-Auto-Kaufprämie | BR24

© picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa

Autogipfel im Kanzleramt - mit Ministerpräsidenten und Vorständen aus der Automobilbranche

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Regierung und Autoindustrie vereinbaren höhere E-Auto-Kaufprämie

Bundesregierung und Autoindustrie haben sich bei einem Spitzentreffen auf eine milliardenschwere höhere Kaufprämie für Elektroautos verständigt. Beide Seiten übernehmen wie bisher jeweils zur Hälfte die Kosten.

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Die Kaufprämie soll bis Ende 2025 verlängert werden, wie aus einer Vorlage für das Spitzentreffen hervorging. Die vor mehr als drei Jahren eingeführte Prämie ist bisher bis Ende 2020 befristet. Die Verlängerung soll Unternehmen und Verbrauchern langfristig Planungssicherheit geben.

Vorgesehen ist auch, die Prämie deutlich anzuheben. Für rein elektrische Autos unterhalb eines Listenpreises von 40.000 Euro soll der Zuschuss von bisher 4.000 Euro auf 6.000 Euro steigen. Für sogenannte Plug-In-Hybride soll es laut Vorlage künftig in dieser Preisklasse statt 3.000 dann 4.500 Euro geben.

Deckelung für Förderung soll entfallen

Für Autos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro soll der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro. Bisher werden Elektroautos nur bis zu einem Netto-Listenpreises von 60.000 Euro gefördert. Diese Deckelung soll künftig entfallen.

Vor dem Treffen war zunächst unklar, ob die Industrie die Kosten weiter anteilig übernimmt. Der deutsche Marktführer Volkswagen signalisierte dann aber Bereitschaft, die höhere Kaufprämie für Elektroautos weiter zur Hälfte mitzufinanzieren. Zur bestehenden Kaufprämie hatten Bund und Industrie jeweils 600 Millionen Euro beitragen.

Alle wichtigen "Player der Automobilbranche" zusammen im Kanzleramt

An dem Spitzentreffen nahmen neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mehrere Bundesminister und Ministerpräsidenten teil, dazu die Chefs des Autoverbandes VDA sowie von Autoherstellern, Zulieferern und Gewerkschaften.

Mit den höheren Kaufprämien soll der Verkauf von E-Fahrzeugen angekurbelt werden. Zwar steigen die Neuzulassungen, aber auf einem immer noch niedrigen Niveau. Die Autohersteller wollen in den kommenden Monaten und Jahren zahlreiche E-Autos auf den Markt bringen, auch im Massenmarkt.

50.000 weitere Ladesäulen bis 2022

Auf dem "Autogipfel" ging es neben der Kaufprämie auch darum, den Aufbau eines flächendeckenden Netzes an Ladestationen für E-Autos zu beschleunigen. Bis 2022 sollen in Deutschland 50.000 neue Ladestationen für E-Autos entstehen. Das sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Montagabend nach dem "Autogipfel". Er verhehle aber nicht, dass man die Ziele höher hätte setzen können.

Die Automobilindustrie stehe vor "ganz entscheidenden Jahren", sagte Weil. Es müsse gelingen, einen Technologiewechsel so hinzubekommen, dass vor allem auch die Kunden mitmachten. Dies gilt als zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität.

© BR.de

Mit höheren Kaufprämien für Elektroautos und zehntausenden neuen Ladestationen wollen Bundesregierung und Autoindustrie in den nächsten Jahren den Ausbau der E-Mobilität vorantreiben.