Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Regensburger Seenotretter bitten Malta um Hilfe | BR24

© dpa-Bildfunk/Fabian Heinz

Flüchtlinge an Bord des Sea-Eye-Rettungsschiffs "Alan Kurdi"

3
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Regensburger Seenotretter bitten Malta um Hilfe

Die Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye hat an Malta appelliert, ihr Schiff mit auf dem Mittelmeer geborgenen Migranten anlegen zu lassen. Die Vorräte an Bord seien fast aufgebraucht, und reichten nur noch wenige Tage, so die Retter.

3
Per Mail sharen
Teilen

Mit einem dringenden Appell hat die Hilfsorganisation Sea-Eye aus Regensburg die Regierung von Malta gebeten, ihr Schiff mit auf dem Mittelmeer geborgenen Migranten anlegen zu lassen.

"Unsere Vorräte sind bald verbraucht. Wir können diese Situation nicht viele Tage aufrecht erhalten und brauchen Trinkwasser und Essen", sagte Sprecher Gorden Isler. Auf einem Video war zu sehen, wie Menschen in Wärmefolien gehüllt auf Deck schlafen. "Das Wetter wird deutlich schlechter. Wir brauchen jetzt einen sicheren Hafen", twitterte die Organisation.

Italien blockt, Malta hält sich bedeckt

Das Schiff "Alan Kurdi" hatte am Mittwoch 64 Migranten vor Libyen aufgenommen. Nachdem es in Italien keine Erlaubnis zur Einfahrt bekommen hatte, fuhr es erneut Richtung Malta. Ein Sprecher der Regierung in Valletta sagte lediglich, die Lage werde beobachtet. Zuvor hatte Malta dem Schiff, das unter deutscher Flagge fährt, das Anlegen verboten.

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat das Auswärtige Amt um Hilfe bei der Unterbringung von 64 vor Libyen geretteten Migranten gebeten. Sie sind an Bord der "Alan Kurdi" und dürfen derzeit nirgendwo anlegen.

Malta und Italien lassen praktisch keine Boote mit Migranten mehr anlegen, weil es keinen Verteilmechanismus auf EU-Ebene gibt. Daher waren bereits mehrere NGO-Schiffe teils Wochen auf dem Meer blockiert.